ISBN-13: 9783668086500 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 128 str.
ISBN-13: 9783668086500 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 128 str.
Masterarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen (Seminar fur Allgemeine Rhetorik), Veranstaltung: Allgemeine Rhetorik, Sprache: Deutsch, Abstract: Knape stellt erstmals die Frage welchen theoretisch begrundeten Platz ein rhetoriksystematisch hergeleiteter Performanz Begriff haben kann und positioniert ihn innerhalb des Theoriegebaudes der modernen Rhetorik als Aktionsweise des Mediums, das Texte speichert und sendet, gesteuert vom Orator in der Absicht kommunikativer Effektivitat, worauf sich die eigentliche Definition der Rhetorik als Kunst zu uberzeugen seit ihrer Begrundung durch Aristoteles bezieht. Vor diesem Hintergrund erstaunt, dass sowohl beim alltaglichen Gebrauch als auch bei der Rezeption von Korpersprache vielerorts ein nonverbaler Analphabetismus zu konstatieren ist. Was der menschliche Korper als Medium bei der Auffuhrung von Texten tun sollte, soll in Korrelation mit den strategischen Uberlegungen, die einer persuasiven Rede zugrunde liegen, am Gegenstand der Krisenkommunikation erstmals untersucht werden. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, Pionierarbeit in der Frage zu leisten, inwiefern unterschiedliche rhetorische Strategien in der Performanz durch einen Redner spezifische Performanzmerkmale aufweisen, die sich voneinander unterscheiden. Zu diesem Zweck werden rhetorische Strategien in der Krisenkommunikation differenziert und in ihrer Inszenierung durch einen Redner analysiert. Als praktisches Beispiel fungiert die Plagiatsaffare um den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Die zentrale Herausforderung dieser Arbeit besteht darin, eine rhetorische Untersuchungsmethodik fur die Analyse und Interpretation von Korperausdrucksformen zu entwickeln. Grundlage dafur bilden zwei Kodierungssysteme aus der Verhaltenspsychologie, das 'Facial Action Coding System' (FACS) von Ekman, sowie das 'Body Action and posture coding system' (BAP) von Dael/Mortill