ISBN-13: 9783838139272 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 84 str.
Die Nierenfunktionsstorung ist ein Risikofaktor fur Morbiditat und Mortalitat bei HIV-Infektion unter antiretroviraler Therapie. In 10-jahriger retrospektiver Beobachtung an 356 Patienten der HIV-Ambulanz der UKM-Munster untersuchten wir Alter, Geschlecht, HIV-Risikokonstellation, CD4- Zellzahlen, GFR, Viruslasten und Zeitpunkt der Erstdiagnose. Sechs antiretroviral wirksame Medikamente wurden auf GFR und Viruslastentwicklung untersucht. Ergebnisse: je spater der Zeitraum der Erstdiagnose, desto hoher die CD4-Zellzahl zu Beginn und desto niedriger die Viruslasten gegen Ende der Beobachtung. Frauen waren signifikant junger und hatten geringere GFR-Werte als Manner. Hamophile hatten die signifikant beste GFR. Bei 13,2% der Patienten fand sich eine chronische Niereninsuffizienz im Stadium I bis III nach AKIN. Die untersuchten Medikamente zeigten geringe GFR-Verluste und Viruslastanstiege. Bedeutungsvoll fur die Nierenfunktion sind Geschlecht, Risikokonstellation, Kalenderjahr der Erstdiagnose und Qualitat der Betreuung.
Die Nierenfunktionsstörung ist ein Risikofaktor für Morbidität und Mortalität bei HIV-Infektion unter antiretroviraler Therapie. In 10-jähriger retrospektiver Beobachtung an 356 Patienten der HIV-Ambulanz der UKM-Münster untersuchten wir Alter, Geschlecht, HIV-Risikokonstellation, CD4- Zellzahlen, GFR, Viruslasten und Zeitpunkt der Erstdiagnose. Sechs antiretroviral wirksame Medikamente wurden auf GFR und Viruslastentwicklung untersucht. Ergebnisse: je später der Zeitraum der Erstdiagnose, desto höher die CD4-Zellzahl zu Beginn und desto niedriger die Viruslasten gegen Ende der Beobachtung. Frauen waren signifikant jünger und hatten geringere GFR-Werte als Männer. Hämophile hatten die signifikant beste GFR. Bei 13,2% der Patienten fand sich eine chronische Niereninsuffizienz im Stadium I bis III nach AKIN. Die untersuchten Medikamente zeigten geringe GFR-Verluste und Viruslastanstiege. Bedeutungsvoll für die Nierenfunktion sind Geschlecht, Risikokonstellation, Kalenderjahr der Erstdiagnose und Qualität der Betreuung.