ISBN-13: 9783656560678 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 68 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg, Veranstaltung: Neuere und Neuest Geschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Der erfolgreiche Angriff der deutschen Truppen auf Maubeuge im August 1914 hatte zur Folge, dass mehr als 40.000 Kriegsgefangene gemacht werden konnten. Am Ende des Jahres stieg die Zahl der franzosischen Kriegsgefangenen auf uber 215.000 an. Mit derart enormen Zahlen gehorten die Kriegsgefangenen in nahezu jedem militarischen Konflikt zum Alltag. Viele Jahrhunderte hindurch hatten sie jedoch nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Wurden die Gefangenen in der Antike aufgrund des fehlenden Rechtsstatus noch versklavt oder getotet, so kam es in den folgenden Jahrhunderten zu einem Wandel in der Behandlung von Kriegsgefangenen. Mit der "leve en masse" militarischer Truppen nach der franzosischen Revolution stieg die Zahl der Kriegsgefangenen sprunghaft an und der jeweilige Staat, welcher die feindlichen Kriegsangehorigen in seiner "Obhut" hatte, sah sich mit unbekannten Versorgungsproblemen konfrontiert. Es bedurfte neuer humanitarer Kriterien, um die Massen der Kriegsgefangenen zu verwalten. Dabei stand eine menschliche Behandlung der Kriegsgefangenen im Vordergrund. Mit der Kodifizierung eines neuen Volkerrechts vor dem Groen Krieg sollte die militarische Ausubung sinnloser Gewalt gegen Kriegsgefangene eingedammt werden. Aber konnte die Haager Landkriegsordnung diese Vorstellungen eines nach Regeln gefuhrten Krieges auch umsetzen?