ISBN-13: 9783565211432 / Niemiecki / Miękka / 104 str.
Ein Ei kostet 300 Milliarden Mark. Der Lohn wird in Wäschekörben ausgezahlt und ist am Abend nichts mehr wert. Die Historikerin Anja Meiser nimmt den Leser in "Milliadäre des Elends" mit in das traumatischste Jahr der deutschen Wirtschaftsgeschichte: 1923.Meiser konzentriert sich nicht auf die Bankpolitik, sondern auf den Alltag des Wahnsinns. Sie schildert, wie der Mittelstand seine Ersparnisse verlor, während Spekulanten und Schuldner (wie Großindustrielle) über Nacht reich wurden. Das Buch beschreibt den moralischen Verfall einer Gesellschaft, in der Sparen bestraft und Prassen belohnt wurde, und wie diese Erfahrung den Nährboden für den politischen Extremismus bereitete.Anhand von Tagebucheinträgen von Hausfrauen, Bankangestellten und Künstlern entsteht ein Panorama einer Zeit, in der das Geld starb. Meiser zieht zudem beunruhigende Parallelen zur heutigen Angst vor Geldentwertung und erklärt, warum das Trauma von 1923 bis heute tief in der deutschen DNA sitzt und die Finanzpolitik prägt.
Als man für eine Briefmarke eine Villa verkaufen konnte. Die Geschichte des Jahres, in dem Deutschland den Verstand und sein Geld verlor.