ISBN-13: 9783838663494 / Niemiecki / Miękka / 2003 / 90 str.
ISBN-13: 9783838663494 / Niemiecki / Miękka / 2003 / 90 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 2,0, Muthesius Kunsthochschule Kiel (unbekannt), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe: Einleitung: Visuelle Massnahmen fur eisheilig.. Ein Titel fur eine Diplomarbeit, der im Grunde genommen ziemlich nichtssagend ist. Auf der anderen Seite wirft er die Frage auf, die neugierig macht: Wer oder was ist eisheilig? Normalerweise antworte ich auf diese Frage: eisheilig ist eine Band, die musikalisch die Schwarze Szene bedient, ihre Musik hinterlasst so eine Art Endzeitstimmung. Meist folgt dann eine weitere Frage, namlich die nach der Schwarzen Szene. Diese Frage lasst sich schon nicht mehr so einfach beantworten, sage ich dann und prufe gleichzeitig, ob die Person, die mich nach meinem Diplomthema gefragt hat, willens ist, ein bisschen Zeit zu investieren, bevor ich mit der Erklarung, die sich kurz auf eine Viertelstunde beschrankt, und, wenn es zu einem interessanten Gesprach kommt, auch schon mal eine Dreiviertelstunde dauern kann. Meist beginne ich mit der Ist-Situation, also gehe gezielt auf die Frage nach der Schwarzen Szene ein und schaue, ob meinem Gesprachspartner die Begriffe Gruftie oder Gothic etwas sagen. Ein kulturgeschichtlich bewanderter Mensch assoziert zu Gothic vielleicht die gleichlautende Kunstepoche des Spatmittelalters, wobei er sich wundern wird, wie eine Insidervokabel jugendlicher Subkultur mit einer langst vergangenen Stilperiode des Mittelalters zusammenhangt. Ein kurzer wortgeschichtlicher Exkurs kann diesen Widerspruch auflosen: Ursprunglich bezeichnete man mit gotisch unter Anspielung auf den spatantiken Barbarenstamm jene kunstlerischen Hervorbringungen, die man als unzivilisiert, primitiv erachtete. Den auf das Kunstideal der Antike besonnenen Gelehrten des 16 Jhds. schien gotico dann auch ein geeignetes Schimpfwort, um die gewagten, unklassischen Formen europaischer Architektur zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert z