ISBN-13: 9783638845809 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 76 str.
ISBN-13: 9783638845809 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 76 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,7, Georg-August-Universitat Gottingen, 69 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wird der Abschluss nach IAS/IFRS aufgestellt bzw. als IAS/IFRS-Abschluss deklariert, so hat dieser gem. IAS 1.14 samtliche Anforderungen nach IAS/IFRS zu erfullen. Dadurch verlieren insbesondere deutsche Personengesellschaften per Definition ihr Eigenkapital. Denn nach IAS 32 (rev. 2003) - Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung - orientiert sich die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital im Wesentlichen an der Frage, ob das bilanzierende Unternehmen am Bilanzstichtag vertraglich verpflichtet ist flussige Mittel oder andere finanziellen Vermogensgegenstande abzugeben oder nicht. Da den Gesellschaftern von Personengesellschaften ein gesetzliches Kundigungsrecht zusteht, mussen die Kapitalanteile der Gesellschafter nach IAS/IFRS als Fremdkapital ausgewiesen werden. Im Rahmen der Folgebewertung fuhrt diese Kapitalabgrenzung in Bilanz und GuV zu einer Reihe von widerspruchlichen Effekten, die schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen konnen und eine Umstellung der Jahresabschlusse auf IAS/IFRS erschweren. Denn ohne Eigenkapital sind diese Unternehmen nur eingeschrankt kreditwurdig und somit nur begrenzt handlungsfahig. Diese Probleme, die auch in der Literatur heftig kritisiert wurden, veranlassten den IASB die Regelungen zur Kapitalabgrenzung nach IAS 32 zu uberarbeiten. Am 22. Juni 2006 wurde schlielich der Exposure Draft "Financial Instruments Puttable at Fair Value and Obligations Arising on Liquidation" zur Anderung des IAS 32 veroffentlicht, der die Problematik der Kapitalabgrenzung nach IAS/ IFRS kurzfristig beheben soll, bis es zu einer Verabschiedung des zwischen IASB und FASB langfristig angelegten Projekts zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital kommt.