ISBN-13: 9783640555529 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,3, Universitat Trier, Veranstaltung: Seminar: Hungersnote im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: In wahrscheinlich allen Epochen der Menschheitsgeschichte ist Hunger eine der grossten Bedrohungen, vor denen die Menschen Angst hatten oder haben. Auch heutzutage leiden Menschen darunter, dass Grundbedurfnisse wie Essen nicht befriedigt werden konnen. Misereor etwa beziffert die Anzahl derer, die an Hunger leiden, auf eine Milliarde Personen weltweit und beklagt gleichzeitig, dass es heutzutage nicht mehr an Ressourcenknappheit, sondern an einer ungerechten Verteilung von Nahrung liege1. Taglich sterben weltweit 24.000 Menschen entweder an Hunger selbst oder an Krankheiten, die mit Hunger zu tun haben, was einem Toten alle 3,6 Sekunden gleich kommt2. In unseren Breiten gilt es heutzutage fur viele als selbstverstandlich, dass man nicht Hunger leiden muss. Bedurftige konnen hierzulande in Notkuchen ernahrt werden und sind nicht mehr so unmittelbar vom Tode bedroht. Dies war noch vor wenigen Jahrhunderten nicht annahernd so leicht, und wenn jemand Angst haben muss, an Unterernahrung zu sterben, ist es sicher nachvollziehbar, dass er sich dann fragt, woran das liegt. Wenn sich fur Unglucke und Katastrophen keine wissenschaftliche Erklarung finden lasst, so sucht man sie bis in unsere Zeit in religiosen Begrundungen oder in Angelegenheiten, die sich nicht unbedingt objektivieren lassen. Man denke nur an die Zahl 13 und die damit oft assoziierten Unglucke, die angeblich am Freitag, den 13. gehauft auftreten sollen. Solcher und ahnlicher Aberglaube ist dann umso haufiger anzutreffen, wenn es an nachprufbaren Fakten mangelt. Im Mittelalter wurde dann, wenn schlechte Ernten drohten oder auch wirklich auftraten, die Ursache im vermeintlichen oder tatsachlichen Fehlverhalten von Menschen gesucht. Das Ziel dieser Arbeit soll daher sein, aufzuzeigen, welche"