ISBN-13: 9783638934527 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 68 str.
ISBN-13: 9783638934527 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 68 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Neutestamentliches Institut), Veranstaltung: Die Deutung des Todes Jesu als Stellvertretung, 42 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Warum musste Jesus sterben, wenn er wirklich Christus war? Wenn das Kreuz Jesus nicht als Blender entlarvte, seine Botschaft nicht annullierte, seine Sendung nicht widerlegte, musste sein Tod als integraler Teil der gottgewollten Heilsgeschichte verstandlich gemacht werden. Dass dies seiner schockierten Anhangerschaft nicht ohne weiteres gelang, eine hinreichend befriedigende Erklarung ihr also offensichtlich nicht vorgegeben war, vermag die 'Jungerflucht' zu belegen: Die erste Antwort, die Karfreitag fand, war der Ruckzug. Erst Ostern - und spater Pfingsten - scheinen die Junger mit Argumenten ausgerustet zu haben, die sie befahigten, dem Tod ihres 'Hirten' eine Bedeutung beizumessen, die die profangeschichtlichen Zusammenhange transzendierte, die von ihnen aufgeworfenen Fragen heilsgeschichtlich einbettete und so Zweifel durch Gewissheit ersetzte. Den fruhesten Deutungsversuchen des Todes Jesu ist dabei das fur die Konstituierung, den Ausbau und die Erhaltung der Christengemeinde Unverzichtbare gelungen: Wurde zunachst das durchweg negative 'Jesus Christus ist gestorben' mit den Ostergeschehnissen um das Freudenzeugnis seiner Auferweckung erganzt und damit bereits fundamental aufgewertet, so leistete die Einsicht in die Notwendigkeit des Sterbens Jesu, der Nachweis der Schriftgemaheit seines Geschickes, einen weiteren bedeutenden Beitrag zu dessen positiver Reinterpretation. Sein originares Missionspotential verdankte das fruhe Christentum aber wohl erst der revolutionaren Beantwortung der Frage nach den Finalursachen, dem 'Wozu?', bzw. 'Wofur?' des Kreuzestodes: Dieser Jesus von Nazaret hat in seiner Auferstehung nicht nur den eigenen Tod uberwunden und damit sein Heil erlangt; beides, sei