ISBN-13: 9783640453320 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,3, Technische Universitat Dresden (Institut fur Geschichte), Veranstaltung: Das Ende des Zweiten Weltkrieges 1944/45, Sprache: Deutsch, Abstract: Wo der Versuch des Regimes versagte, die Soldaten und das Volk an eine langst verlorene Sache zu binden, hinderte Terror die Betroffenen daran ihren individuellen Interessen nachzugehen. Jetzt richtete sich die Gewalt des Regimes nicht mehr nur gegen die Feinde im Ausland oder die gegen die Menschen, die auerhalb der -nationalsozialistischen Volksgemeinschaft- standen, so zum Beispiel Juden, Regimegegner, Kommunisten usw. Mit den unaufhaltsam vorruckenden alliierten Truppen kehrte die Gewalt auf deutsches Reichsgebiet und zum deutschen Volk zuruck, weil die Fuhrung versuchte, die in der Wehrmacht und in der Bevolkerung grassierende Kriegsmudigkeit und den gefurchteten Zusammenbruch der -Heimatfront- durch immer scharfere Durchhaltebefehle und einen unvergleichlichen Durchhalteterror entgegenzuwirken. Ein Instrument dieses Terrors waren die Standgerichte. Hierbei handelte es sich um Ausnahmegerichte, die sehr schnell Urteile fallen und vollstrecken konnten. Zwar waren sie schon seit dem Kaiserreich im deutschen Militarstrafrecht integriert, regelten damals aber nur geringfugige Tatbestande der niederen Gerichtsbarkeit. Das anderte sich mit Beginn des Zweiten Weltkrieges und vor allem in dessen Endphase, als die Standgerichte sich gegen Leute richteten, die nicht mehr bereit waren, den letzten Befehlen des untergehenden Dritten Reiches freiwillig und aus Uberzeugung zu folgen, und in wenigen Stunden manchmal auch nur in Minuten uber deren Leben oder Tod entschieden. Dass dieses Terrorinstrument nicht einfach so vom Himmel gefallen waren, sondern nur ein Glied in einer Kette immer radikaler werdender Strafmanahmen zur Widerstandbekampfung und Loyalitatserzwingung gewesen ist und durchaus nicht die let