ISBN-13: 9783640826421 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,5, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg (Historisches Seminar), Veranstaltung: Grenzbevolkerung zwischen Polen und Deutschland, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Nationalsozialismus ist im Gedachtnis vieler Zeitzeugen als eine Zeit des Glucks und der Zufriedenheit geblieben. Dies ruft groes Erstaunen bei der Nachwelt hervor, die mit dem Dritten Reich Unfreiheit, totalitare Diktatur und Massenmord verbindet. Diese positiven Empfindungen von Zeitzeugen und die negativen Auswuchse des Dritten Reiches scheinen der Nachwelt unvereinbar; deswegen wird daruber immer noch 60 Jahre nach seinem Ende viel Literatur publiziert. So weckt die Frage, wie Hitler es geschafft hat, dass groe Teile der Bevolkerung seine Regierungszeit als eine Blutezeit in Erinnerung behalten haben, groes Interesse. Bei dieser Frage sind zweifelsohne soziale wie regionale Unterschiede zu beachten. Im Ermland und Masuren scheint eine solche Untersuchung besonders interessant, da die Bevolkerung dieser Regionen genau genommen nicht in das Schema der nationalsozialistischen Rassenlehre passte und deswegen dort besonders bevolkerungspolitischen Manahmen ausgeliefert war. Unter nationalsozialistischer Bevolkerungspolitik werden Anweisungen verstanden, welche gezielt mit statistischen, anthropologischen und historischen Paradigmen die Bevolkerung nach ihrem Bild "umformten." So musste sich die dort ansassige Bevolkerung von vielen Brauchen und ihrer Sprache trennen, die sie Jahrhunderte lang pflegten. Objektiv betrachtet ware eine abneigende Haltung gegenuber der Diktatur zu erwarten gewesen. Stattdessen stot man haufig auf Zitate wie "die goldenen Jahre Masurens" oder "die schonste Zeit erlebte das Dorf nach dem Jahre 1933" .