ISBN-13: 9783565191932 / Niemiecki / Miękka / 96 str.
"Die Gabel des Teufels - Warum die Kirche das Essen mit Besteck als Sünde verbot" ist eine amüsante und tiefgründige Mikro-Historie über einen Gegenstand, den wir heute täglich benutzen, ohne nachzudenken. Als die byzantinische Prinzessin Theophanu im 10. Jahrhundert eine Gabel nach Europa brachte, löste sie einen Skandal aus. Kirchenmänner predigten von den Kanzeln, dass Gott dem Menschen Finger gegeben habe, um sein Brot zu essen, und dass die Nutzung eines künstlichen Werkzeugs eine Beleidigung der Schöpfung sei.Kulturhistorikerin Heike Zimmer zeichnet den jahrhundertelangen Kampf der Gabel gegen das Vorurteil nach, sie sei ein Symbol für weibliche Verweichlichung und teuflische Arroganz. Selbst der Sonnenkönig Ludwig XIV. aß noch lieber mit den Fingern. Das Buch zeigt, wie sich Tischsitten von einem groben Gemeinschaftsakt ("Hände in die Schüssel") zu einem choreografierten Ritual der Distanz entwickelten."Die Gabel des Teufels" offenbart, wie irrational unsere Vorstellungen von "Anstand" oft sind. Es zeigt, dass Hygiene und Manieren keine natürlichen Gegebenheiten sind, sondern hart erkämpfte kulturelle Konstrukte, die oft gegen den Widerstand religiöser und gesellschaftlicher Dogmen durchgesetzt werden mussten.
Entdecken Sie die skurrile Geschichte der Gabel, die Jahrhunderte lang als Werkzeug des Teufels verdammt wurde.