ISBN-13: 9783640206841 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Sprache war seit jeher konkreter Ausdruck und Spiegelbild ihrer Zeit. Wie Zeiten und Volker sich verandern, so verandern sich auch ihre Sprachen. Somit gibt es Sprachwandel in allen Sprachen, zu allen Zeiten und in allen Bereichen - von der Phonologie bis hin zur Lexikologie und Wortbildung. Der siebzehnte hie vor zwolfhundert Jahren noch sibuntozehanto. Und das heute bei den Jugendlichen so beliebte Wortchen geil gab es bereits im Mittelhochdeutschen; aber damals bedeutete es soviel wie "frohlich." Der Wandel innerhalb der Wortbildung so unter anderem bei verbalen Kompositionen ist Gegenstand dieser Arbeit. In dieser Seminararbeit werde ich versuchen auf die Komposition als Mittel der Wortbildung, Entstehung und Zweck der Bildung der verbalen Zusammensetzungen einzugehen und sie anhand von Beispielen zu erlautern. Die Komposition als Zusammenfugung von Wortern zu einer komplexen Worteinheit, zu einem Kompositum, lasst sich je nach zugrunde liegendem Wort in nominale und verbale Komposition unterteilen. Der Wandel der verbalen Komposita von Althochdeutsch in Neuhochdeutsch systematisch zu beschreiben, ist in dem hier gesteckten Rahmen nicht moglich. Es konnen lediglich einige Aspekte dieser Bereiche anhand ausgewahlter Beispiele verdeutlicht werden. So werde ich mich im folgenden auf einen der wichtigsten Etappen der Bildung vom ahd. uber mhd. zu nhd. und Wandel der verbalen Komposita konzentrieren, zum anderen einzelne Worter hinsichtlich ihres Bedeutungswandels erlautern. Als Basis fur diese Seminararbeit liegen hauptsachlich die wissenschaftlichen Arbeiten von Henzen (1965), Gerdes (1972) und Splett (2000) zu Grunde.