ISBN-13: 9783640553044 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,2, Duale Hochschule Baden-Wurttemberg, Stuttgart, fruher: Berufsakademie Stuttgart (Steuern & Prufungswesen), Sprache: Deutsch, Abstract: Derzeit praktizieren nahezu 30 Prozent aller bei den Landesarztekammern gemeldeten Arzte und 67 Prozent aller bei den Landeszahnarztekammern gemeldeten Zahnarzte in einer eigenen Praxis, bzw. als Gesellschafter einer Praxisgemeinschaft oder eines MVZ. Dies entspricht einer absoluten Zahl von etwa 126.000 niedergelassenen Arzten und etwa 55.800 selbstandigen Zahnarzten, wobei davon fast 60 Prozent uber 50 Jahre alt sind. Fast jeder selbststandige Arzt sieht sich fruher oder spater mit dem Problem des Praxisverkaufs konfrontiert. Fur die meisten Arzte ist der Verkaufserlos der Arztpraxis ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Baustein der eigenen Altersvorsorge. Neben diese wirtschaftlichen Grunde tritt meist ein psychologischer. Fur den Verkaufer ist die eigene Praxis das Lebenswerk und dementsprechend emotional sind die Diskussionen und Verhandlungen mit einem potenziellen Kaufer, der naturgema auf die Schwachen und Mangel der zu bewertenden Praxis eingeht. Die Verauerbarkeit von Arztpraxen wurde erst durch ein BGH-Urteil im Jahr 1965 als zulassig betrachtet. Zweifel gab es bis dato an der Sittenwidrigkeit einer Praxisverauerung. Diese wurden mit wegweisenden Urteilen aus dem Weg geraumt und durch die BFH-Rechtsprechung aus dem Jahr 1994 wurde der immaterielle Praxiswert als abschreibungsfahiges Wirtschaftsgut auch steuerlich anerkannt. Diese Entwicklung, die durch zunehmende Konkurrenz und die Bildung von Marktpreisen stattgefunden hat, bedingt durch Angebot und Nachfrage, hat die Bewertung von Arztpraxen langst zum Usus vieler Steuerberater- und Wirtschaftspruferpraxen, sowie spezialisierter Unternehmensberatungen, werden lassen. Um die Qualitat der Praxiswertgutachten zu gewahrleisten und die hohe Nachfrag