ISBN-13: 9783640944316 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 72 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,5, Freie Universitat Berlin (Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Fragestellung der vorliegenden Arbeit problematisiert etwas auf den ersten Blick ganz selbstverstandliches: Sind Gefuhle sinnvoll durch Sprache beschreibbar? Das in den letzten Jahren zunehmende Interesse und die groen Debatten um Themen wie Gefuhle und Emotionen zeigen jedoch, dass eine intuitiv bejahende Einschatzung des Themas zu verkurzt ware.1 Es geht mir speziell darum, solche Fragen zu untersuchen wie: Was versuchen wir Menschen durch Worter wie "Liebe," "Wut" oder "Freude" zu beschreiben? Geisteszustande? Neuronenfeuer? Soziale Signale? Auch die Frage danach, ob Tiere eine fur uns verstandliche Sprache der Gefuhle haben, wird uns beschaftigen. Wieso glauben wir zu wissen, was ein anderer Mensch meint, wenn er uns von seinem empfundenen Schmerz oder seiner Zuneigung erzahlt? Das diese Fragen, so gestellt, die Menschen im Grunde schon immer beschaftigten, ist beinahe gewiss. Die Arbeit mochte als Aufzeigen der Moglichkeit verstanden werden, dass das wording-Problem ein Scheinproblem darstellen konnte. In diesem Sinne mochte ich im A-Teil dieser Schrift mit einer Untersuchung von Immanuel Kants Gedanken zu einem moglichen Gemeinsinn, der das Empfinden von uns Menschen auf eine gemeinsame Basis stellen konnte, begin-nen und danach einige neuere neurobiologische Forschungsergebnisse daraufhin befragen, ob sie diese Auslegung der kantschen Theorie unterfuttern konnten. Im dritten Punkt wird dann die Notwendigkeit von Bewusstsein fur eine Sprache der Gefuhle in der fruhkindlichen Entwicklungsphase beim Menschen im Mittelpunkt stehen, woraufhin der vierte Punkt darauf aufbauend Uberlegungen zur bereits angedeuteten phanomenalen Leibwahrnehmung beinhaltet. Diese Gedanken werden dann im B-Teil der Arbeit anhand der Suche nach einem evolutionsbiologischen Ursprung des G