ISBN-13: 9783668004948 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 80 str.
Examensarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Theologie - Didaktik, Religionspadagogik, Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule Aachen, Sprache: Deutsch, Abstract: Als angehende(r) Religionslehrer(in) stellt man sich wahrend des Studiums viele Fragen: Ist dies das richtige Fach? Willst du dein Leben lang als Religionslehrer vor Schulern stehen? Kannst du das uberhaupt? Kannst/willst du die Kirche vertreten und nach ihren Regeln leben? Um diesen Fragen nachzugehen und sie sich selbst zu beantworten, muss man uber seine Fahigkeiten, Unzulanglichkeiten und vor allem auch uber seinen Glauben nachdenken und auch mit Verwandten, Bekannten, Kommilitonen und Freunden daruber diskutieren. Diese innere Einstellung zum Leben, die sich aus verschiedensten Komponenten zusammensetzt, ist es, was Pierre Bourdieu Habitus nannte. Im Rahmen dieser Arbeit werde ich mich zunachst mit der Rolle der Religionslehrer und Religionslehrerinnen (RL) an Berufskollegs beschaftigen. Was sind ihre Aufgaben, wie nehmen sie sich selbst wahr und was sagen die Leute dazu? Kann man in der heutigen Zeit als Religionslehrer noch zufrieden werden oder ist es ein Kampf auf verlorenem Posten? Darauf folgend werde ich den Habitus-Begriff nach Bourdieu erlautern und darlegen, wie er zu verstehen ist, um dann auf den Religionsunterricht (RU) am Berufskolleg einzugehen. Wie sieht er aus, was sind die Anforderungen seitens der Kirche und der Gesellschaft. In einem Exkurs werde ich mich mit der Frage beschaftigen, ob ein konfessioneller Religionsunterricht in der heutigen Zeit noch angemessen ist, oder ob ein multikonfessioneller bzw. Ethik-Unterricht besser ware. Im Abschluss werde ich den idealtypischen Habitus eines Religionslehrers naher betrachten. Wie muss dieser aussehen, um die zuvor genannten Anforderungen zu erfullen? Im Umfeld dieser Arbeit habe ich mehrere Religionslehrer/innen zu ihren Ansichten und Motivationen befragt und viele Gesprache mit Kommilitonen und mir bekannten Lehrern gefu