ISBN-13: 9783656840275 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 68 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: +2, Fachhochschule OberOsterreich Standort Linz (Fakultat Gesundheit und Soziales), Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Abbau des Eisernen Vorhanges vor mittlerweile 25 Jahren durchlief Ungarn gemeinsam mit anderen ehemals kommunistischen Staaten in Europa einen Systemwechsel. Diese Transformation bedeutete einen Wechsel weg von Kommunismus und Planwirtschaft, hin zu Demokratie und sozialer Marktwirtschaft, nach dem Vorbild westlicher Staaten. Der Transformationsprozess wurde auch noch deutlich durch die Misere erschwert, dass dieser Strukturwandel zeitlich in eine Periode fiel, in der die Weltwirtschaft in einer Krise steckte. Die Umwalzungen brachten eine groen Ruckgang des Bruttoinlandsproduktes, hohe Inflation, sinkende Einkommen und gingen mit einer enorm hohen Arbeitslosigkeit, steigenden Armutsraten und zunehmender sozialer Ungleichheit einher. Zusatzlich stand Ungarn vor dem Paradox, einen Wohlfahrtsstaat aufbauen und gleichzeitig Kurzungen in den Sozialausgaben vor-nehmen zu mussen. Soziale Indikatoren wie Beschaftigung, Lohne und Pensionen verbesserten sich nach der Transformation nur langsam. Die massenhafte Arbeitslosigkeit in Ungarn Anfang der 1990er Jahre wurde zu einem schwerwiegenden Problem. Zwar gab es auch wahrend des Staatssozialismus in Ungarn Arbeitslosigkeit (1-3%), aber davon wollte von offizieller Seite niemand etwas wissen. Vielmehr gab es Arbeitslosigkeit hinter den Toren und Turen verschiedener Betriebe. Eine zentrale Saule des sozialistischen Sozialsystems war die offizielle Vollbeschaftigung, die aber haufig gleichzeitig eine Unterbeschaftigung auf dem jeweiligen Arbeitsplatz bedeutete. Zu dieser Zeit war Osterreich bereits auf dem Weg EU-Mitglied zu werden, und im Juli 1989 beschloss die damalige Bundesregierung, die Antrage auf Aufnahme Osterreichs in die Europaischen Gemeinschaften zu stellen. Auerdem konnte Osterreich zu