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Die Autoren analysieren politische und ideologische Indienstnahmen der Vergangenheit in komparativer Perspektive und unter besonderer Berücksichtigung aktueller Entwicklungen.
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Antike und Byzanz als historisches Erbe in Südosteuropa (19.-21. Jahrhundert). Einleitung (Hans-Christian Maner / Ioannis Zelepos) - Erinnerungsforschung und Erinnerungskulturen in Südosteuropa - Versuch einer Zwischenbilanz (Wolfgang Höpken) - Vid als Prometheus der Adria, Titan und Kriegsgott: Antikenverweise in Diskursen über religiöse Erinnerungsfiguren der orthodoxen Südslawen im 19. Jahrhundert (Stefan Rohdewald) - Die Hethiter in der «Türkischen Geschichtsthese» (Anna Vlachopoulou) - «De la Rîm ne tragem» - Zum Bezug auf die Antike in der rumänischen Geistesgeschichte (Wolfgang Dahmen) - The concept of «Romanity» north of the Danube as an outcome of Roman and Byzantine legacy in the 19th-21st century historiography (Andrei V. Baltag) - Alte Athener, maßvolle Römer, freiheitsliebende Daker und ungeliebte Byzantiner: Die Vergangenheitswahrnehmung in der «Volkspsychologie» von Kazazis und Draghicescu (Ekkehard W. Bornträger) - Schemes of Continuity: Byzantine and Ottoman imperial pasts in the work of Konstantinos Paparrigopoulos and Mehmed Fuad Köprülü (Dimitris Stamatopoulos) - Das Erbe der Illyrer und Dako-Thraker. Mythenbildung und faktische sprachwissenschaftliche Probleme bei der Antikenrezeption in Albanien und Rumänien (Sam Mersch) - Stadtplanung und Repräsentationsarchitektur in Nauplion, Athen und Saloniki im «langen» 19. Jahrhundert: Klassizistische, postantike und byzantinische Elemente im Dienst des griechischen nation-buildings (Ulrike Tischler-Hofer) - Hattuscha gegen Hellas, Medina gegen Rom. Die nicht abgeschlossene Suche nach einem historischen Vorbild der türkischen Stadtentwicklung (Malte Fuhrmann) - Reinventing Nationalism in Macedonia: A Reflection on the so-called Antiquization Campaign (Branimir Staletovic) - Das historische Erbe der Spätantike und seine Auswirkungen auf die moderne Archäologie Bosnien-Herzegowinas im Kontext von Nationalismus, Kriegsnachwirkungen und Religion (Karsten Bracker) - Byzantinische Kirchen und Klöster in der Republik Mazedonien - Altlasten oder Zukunftskapital? (Pance Velkov) - Volkskultur in Südosteuropa - Zwischen Kontinuität und Diskontinuität. Methodologische Überlegungen und das Fallbeispiel Griechenland (Walter Puchner) - Die Kontinuität des 'Uralten': Zur nationalen Bedeutung der Volkskultur in Südosteuropa (Klaus Roth) - Auf der Suche nach 'antiken' Wurzeln in den Steppen Asiens. Konstruktion der ungarischen Volkskultur (Gabriella Schubert) - Dositej Obradovic - «le philosophe grec» zwischen Wien und Konstantinopel (Andreas Gietzen) - Das Erbe von Byzanz in der ukrainischen Historiographie im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Alena Alshanskaya) - Byzanz im Kontext orthodoxer Identitätsdiskurse in Südosteuropa im 20. Jahrhundert (Klaus Buchenau) - Die byzantinischen Studien in Südosteuropa (Albrecht Berger) - Perspectives on the Byzantine Law and its Reception in the Romanian Principalities (Alina Frunza)
Hans-Christian Maner ist Professor im Historischen Seminar, Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Arbeitsgebiete sind die Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Geschichtskultur und regional auf dem Donau-Karpatenraum.
Ioannis Zelepos ist habilitierter Südosteuropahistoriker und Neogräzist. Er leitet derzeit ein DFG-finanziertes Forschungsprojekt am Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. neuere Geschichte Griechenlands und Zyperns, Migrations- und Verflechtungsgeschichte, nationale Identitätsdiskurse sowie religiöse Kulturen in Südosteuropa.