ISBN-13: 9783638772570 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Sudosteuropa, Balkan, Note: 2,0, Freie Universitat Berlin, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Um die komplexe und auf den ersten Blick nicht leicht durchschaubare Konfliktsituation auf dem Territorium Jugoslawiens seit den 1990er Jahren auch nur ansatzweise begreifen und angemessen bewerten zu konnen, ist es immer wieder vorteilhaft und sogar notwendig, einen Blick zuruck in die Geschichte zu werfen. Viele der Auseinandersetzungen haben ihre historischen Wurzeln im Zweiten Weltkrieg, im Konigreich der Serben, Kroaten und Slowenen," in den Balkankriegen von 1912/13 oder reichen gar noch weiter in die Vergangenheit, in die Zeit vor dem Zerfall des Osmanischen Reiches. So weit zuruck soll der Blick hier jedoch nicht geworfen werden; es ist eine Periode von 15 Jahren im 20. Jahrhundert, die Gegenstand dieser Arbeit sein soll: Um den Ereignissen im Kosovo, die 1999 im Luftkrieg der Nato gegen (Rest-)Jugoslawien gipfelten, auf den Grund gehen zu konnen, ist es unumganglich, sich auch mit dem Zeitraum zwischen 1974 und 1989 zu beschaftigen, in welchem den serbischen Provinzen Vojvodina und Kosovo das grosste Mass an Autonomie, dessen sie sich seit Zerschlagung des Osmanischen Reiches erfreuen konnten" (Lange 1999: 16), zukam. Neben der chronologischen Darstellung dieser Zeitspanne stellen sich in dieser Arbeit Fragen, denen nachgegangen werden soll: Warum war es Tito wichtig, dem Nachkriegsjugoslawien eine derart foderale Struktur zu geben, und welche Auswirkungen hatte das fur Serbien und seine Provinzen? Hat die Verfassungsanderung von 1974, mit der neben erweiterten Rechten fur die Republiken auch den beiden Provinzen Kosovo und Vojvodina ein weitgehender Autonomiestatus eingeraumt wurde, dem Nationalismus in die Hande gespielt? Welche Folgen hatte sie auf die weitere Entwicklung Jugoslawien