ISBN-13: 9783640322053 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 124 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Padagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: 2, Christian-Albrechts-Universitat Kiel, Sprache: Deutsch, Abstract: Gemeinhin wird von einer Zunahme von Belastungen gesprochen, denen Menschen heute ausgesetzt sind und die einer positiven Entwicklung im Wege stehen konnen. Es handelt sich um Risiken, die sie "auf intraindividueller Ebene, innerhalb der Familie, in der Peergroup, in der schulischen und beruflichen Ausbildung oder im gesamtgesellschaftlichen Kontext erfahren" (Wustmann 2004, S. 09). Die Sozialpadagogik setzt vor allem dort an, wo diese Risiken eine negative Wirkung nach sich ziehen und Entwicklungsdefizite entstehen. Sie versucht durch ihr Eingreifen den daraus folgenden Problemen entgegenzuwirken. Obwohl augenscheinlich vermehrt Risiken und unerwunschte Entwicklungsdefizite vorhanden sind, wurde im Bereich der Entwicklungspsychopathologie, die Aufmerksamkeit auf ein anderes Phanomen gelenkt: Langst nicht alle Menschen, die einer erheblichen Anzahl von Risikobelastungen ausgesetzt sind, entwickeln Probleme und Storungen. Es ist ihnen moglich, sich trotz dieser Widrigkeiten durchaus 'normal' und sogar sehr positiv zu entwickeln. Dieses Phanomen wurde anfangs noch als "Invulnerabilitat" - Unverletzlichkeit - bezeichnet. Doch im Zuge weiterer Forschung, in der das Phanomen empirisch bestatigt wurde, fand eine Ausdifferenzierung dieses neuen Konzepts statt, welches sich in den 1980er Jahren vollends unter dem Begriff der "Resilienz" in der Forschung etablierte. Die ursprunglich aus der Psychologie stammende Resilienzforschung fand bald Anklang in padagogischen Kontexten und wird heute bereits in sozialpadagogischen Arbeitskonzepten verwendet. Fur viele in diesem Bereich Tatigen geht von dem Begriff der Resilienz eine groe Faszination aus, denn erstmals werden nicht nur die Risiken und die daraus resultierenden Defizite einer Person wahrgenommen. Mit ihm wendet sich der Fokus den Faktoren zu, die es