ISBN-13: 9783640246052 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Literatur, Note: 1,0, Philipps-Universitat Marburg (Institut fur Romanische Philologie), Veranstaltung: Voltaire: Romans et contes, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Le Monde comme il va ist im Gegensatz zu anderen Erzahlungen Voltaires, wie beispiels-weise Zadig, L'ingenu und Candide, weniger bekannt und wissenschaftlich untersucht worden. Dieser geringe Bekanntheitsgrad ist erstaunlich, denn Le Monde comme il va ist geradezu reprasentativ fur die Gattung des "conte philosophique." Auerdem uberzeugt die Erzahlung durch eine komplexe Handlung mit weitreichenden Interpretationsmoglichkeiten und sprachlichen Raffinessen, die durch ironische Formulierungen erzielt werden. Durch den aktuellen Forschungsansatz einiger Literaturwissenschaftler, die Stadt Persepolis mit Paris gleichzusetzen, hat der Text heute ebenfalls ein historisches Interesse. Ab 1704 wurden die Geschichten aus 1001 Nacht (um 956) von Antoine Galland (1646-1715) ins Franzosische ubersetzt und nahmen Einzug in die literarische Welt des Abend-landes. Die orientalischen Marchen wurden allerdings als Unterhaltungsliteratur betrachtet, als nette Geschichten ohne Bedeutung. Die "contes philosphiques" hingegen unterscheiden sich von den Erzahlungen des Orients in einem wichtigen Punkt. Sie beinhalten eine "verite fine," einen tieferen Sinn, der den Leser nicht nur amusieren, sondern auch zum Nachdenken anregen soll. Die "verite fine" ist kasuistisch, das heit von Fall zu Fall ent-scheidend. Auf den folgenden Seiten werde ich herausarbeiten, welche "verite fine" Le Monde comme il va beinhaltet und dabei den conte unter verschiedenen Aspekten untersuchen. Dabei werde ich im ersten Teil eine hauptsachlich textimmanente Analyse durchfuhren. Danach werde ich auf die beiden Prophetenerzahlungen eingehen, die Voltaire in Le Monde comme il va mit eingebunden hat. Diese Betrachtungsweise ist nicht unerheblich, w