ISBN-13: 9783640304318 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 30 str.
ISBN-13: 9783640304318 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 30 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1,7, Freie Universitat Berlin (Religionswissenschaft), Veranstaltung: Religionskritik von der Antike bis zur Moderne, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Islam gehort heute zum gesellschaftlichen Alltag vieler europaischer Grostadte. Nicht nur Immigrant_innen der ersten Generation fuhlen sich ihm zugehorig, auch junge Menschen, die in Deutschland oder Frankreich aufgewachsen sind, praktizieren ihre Religion. Das Bild, das die Offentlichkeit von Muslim_as hat, scheint uberwiegend negativ. Oft werden sie aufgrund ihrer Herkunft oder Religion stigmatisiert und von der Mehrheitsgesellschaft ausgeschlossen. Sie gelten als "Traditionalisten," die dem "westlichen Fortschritt" oder der Emanzipation ablehnend gegenuber stehen. Sie werden als "Fremde" angesehen, die sich nicht integrieren wollen. Oft findet auch die Gleichsetzung mit Gewalt, Fundamentalismus oder Terrorismus statt. Die nachindustrielle Moderne und die zunehmende Globalisierung fuhrten in Frankreich wie auch in Deutschland zu einer Schwachung bestehender Wertesysteme. Eine zunehmende Individualisierung ist die Folge. Jeder einzelne ist gefordert, sich und sein Leben selbst zu entwerfen. In den Einwandererlandern geschieht dies mit Hilfe des Islams, der es den Einwander_innen ermoglicht, sich sowohl von der ubrigen Gesellschaft abzugrenzen als auch sich zu integrieren. Tietze mochte in ihrem Buch "Islamische Identitaten. Formen muslimischer Religiositat junger Manner in Deutschland und Frankreich." zeigen, wie diese Strategien, sich selbst zu entwerfen, funktionieren. Sie will zeigen, dass Muslim sein kein statisches Programm ist, sondern sich vorherrschenden Umstanden anzupassen versucht. Es ist ein Prozess, in dem sich das Individuum als handelndes Subjekt immer wieder neu entwirft. Als Beispiele dienten ihr junge muslimische Manner, die unter vergleichbaren sozialen Umstanden leben. Anhand teilneh