ISBN-13: 9783640673285 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, Note: 1,3, Universitat Leipzig (Kommunikations- und Medienwissenschaft), Veranstaltung: Einfuhrung in die Pressegeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Im ausgehenden 17. und am Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Zeitschriften zur Signatur des aufklarerischen Zeitalters. In dem vielzitierten Aufsatz von 1784 stellt Kant die Frage, was Aufklarung sei: "Aufklarung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmundigkeit.1 Das Individuum sollte die Freiheit haben, von seiner Vernunft in allen Stucken offentlich Gebrauch zu machen"; und allein der offentliche Gebrauch" der Vernunft" konne Aufklarung unter den Menschen zustande bringen." 2 Als geistige Bewegung spielte sich die Aufklarung aber nicht nur in den Kopfen der Menschen ab, sondern brachte sehr viele soziale Veranderungen mit sich. Die Fruhaufklarung wird aus geistesgeschichtlicher Sicht in den Zeitraum von 1720 angesetzt. Betrachtet man hingegen die Aufklarung aus sozialgeschichtlicher Sicht, beginnt der Prozess der Aufklarung schon im 17. Jh. (ca. 1670). Es entstand eine neue Kulturtragende Schicht, die des im 19. Jahrhundert auch zu politischer Macht kommenden Bildungsburgertums. Diese Schicht erlangte durch Handel, Bankgewerbe und durch das aufkommende Industriewesen, zu Reichtum und so zu sozialem Prestige. Das Burgertum war wesentlich an der Verbreitung und Entstehung von Medien beteiligt. Teils waren es Burger die selbst publizistisch tatig wurden, teils waren es die Zielgruppen fur diese sich neu entwickelnden Medien gewesen.3 ...] 1 Kant, Immanuel, Beantwortung der Frage: Was ist Aufklarung? in: Weischedel, Wilhelm, Werke in zwolf Banden. Frankfurt am Main, 1977, Bd. 11, S. 59. 2 Ebd. 3 Ruppert, Wolfgang, Burgerlicher Wandel. Die Geburt der modernen Gesellschaft im 18. Jahrhundert, Frankfurt a. M. 1983 S. 31 - 56."