ISBN-13: 9783656898139 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 2,0, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen, Veranstaltung: Wirnt von Grafenberg: Wigalois, Sprache: Deutsch, Abstract: Dass man nur glaubt und wei was man sieht, ist fur uns heute nichts neues. Doch auch die Dichter und Autoren im Mittelalter wussten dies schon lange. Nicht umsonst bedeutet die schlechte Sicht im Wald Gefahr und Abenteuer. Nicht umsonst brauchen Helden feste Wege, die sie beschreiten konnen. Und nicht umsonst bleibt einiges in Geschichten unklar, weil der Erzahler es im Dunkeln lasst. Im Dunkeln? Ja, denn Licht und die richtige Perspektive sind Grundvoraussetzungen fur ein vollstandiges Erzahlen. Dunkelheit erschwert es dem Erzahler alles wahrzunehmen und dies auch schildern zu konnen. Auch der Blickwinkel ist entscheidend. Lasst der Erzahler seinen Helden einmal aus den Augen, kann es passieren, dass er ihn verliert. Das wurde bedeuten etwas nicht wiedergeben zu konnen. Die Geschichte wurde abrupt enden. Doch ist die simpelste und wichtigste Voraussetzung, dass der Erzahler vor Ort ist. Alles, was der Narrator selbst nicht sieht, kann er auch dem Leser nicht weitergeben. Somit ist die triviale Definition von Sichtbarkeit: "Erkennbarkeit; sichtbare, deutliche Beschaffenheit." Wirnt von Grafenberg war kein Neuling auf diesem Gebiet als er "Wigalois" schrieb. Anhand einiger ausgewahlten Passagen mochte ich nun aber uberprufen, ob er sich immer an de Leitsatz "Sichtbarkeit impliziert Erzahlbarkeit" gehalten hat.