ISBN-13: 9783640933013 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 76 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Linguistik, Note: 2, Universitat Wien (Romanistik Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Frankreich des 17. Jahrhunderts bildete sich ein neues Konzept der Sprachwissenschaft hervor. Mit der Grammaire generale et raisonnee geht man nicht mehr nur von einer einzigen Sprache aus, sondern vom eigentlichen Gegenstand der menschlichen Sprache an sich. Wahrend der Renaissance wird der Mensch in den Mittelpunkt des Daseins geruckt und der Blick wird eher auf das "Diesseits" als auf das "Jenseits" gerichtet. Durch die Reformation werden den Menschen neue Wege geoffnet und geboten um einen Zugang zu Gott zu finden. Der Mensch steht im Zentrum des Interesses und so bekommen die eigenen Erkenntnisse mehr Bedeutung. Die "Grammaire generale et raisonnee" wird in der Einleitung als "art" bezeichnet, wird allerdings nicht mehr als solche aufgefasst, sondern als "science." Da sie allgemein und argumentativ (generale et raisonnee) ist, erforscht die Grammatik gedankliche Zusammenhange, konzipiert universalistisch und rationalistisch. Die Grammatik von Port-Royal ist ganz im Sinne des franzosischen Rationalismus verfasst. Sie versucht auf der Basis der klassischen Sprachen Kategorien zu entwickeln, die fur alle Sprachen Gultigkeit haben.