ISBN-13: 9783638772259 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 28 str.
ISBN-13: 9783638772259 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen (Neuphilologie), Veranstaltung: Proseminar "Iudicium: Das Kunsturteil in der Antike," 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Dialog Phaidros, entstanden um die zweite Halfte des 4. Jahrhunderts v. Chr., stellt eines der altesten schriftlichen Zeugnisse antiker Rhetoriktheorie dar. Wie im fruheren Gorgias geht Platon (durch das Sprachrohr Sokrates) hart mit dieser Theorie ins Gericht, spricht ihr unter den gegebenen Voraussetzungen sogar den Theoriecharakter ab. Anders als noch im Gorgias versucht Sokrates/Platon im Phaidros allerdings, Losungen aus der von ihm diagnostizierten Misere aufzuzeigen. Diese Bemuhung, in Verbindung mit der herausfordernden Kritik, gibt auch den Blick frei auf Platons Kunstverstandnis und seine Kriterien fur ein gelungenes opus. Die Fahigkeit, ein solches Kunsturteil zu fallen, heit in der Terminologie der fertig ausgebildeten antiken Rhetoriktheorie (etwa bei Quintilian) iudicium. Diese Arbeit soll untersuchen, wie Platons Anspruche an das opus des Redners (schriftlich oder mundlich) allgemein und im Detail aussehen und was als Voraussetzung fur seine Herstellung zu gelten hat. Um einen genauen Einblick in das Wesen eines solchen platonischen Kunstbegriffes zu bekommen, wird es zunachst notig sein, einen eindeutig definierten Referenzrahmen zu wahlen, von dem sich die platonischen Eigenheiten als Kontrast abheben konnen. Einen solchen Rahmen bieten uns die iudicium- Definition in Heinrich Lausbergs Handbuch der literarischen Rhetorik und ein Seitenblick auf Horazens De Arte Poetica. Von dieser Aus gangsbasis werden wir uns den Dialog genauer betrachten und ihn auf Hinweise und Statements zum Kunstbegriff hin abklopfen. Besonderes Interesse soll dabei auch der Frage gelten, woher das Urteil jeweils seine Authoritat zieht - ob es etwa externe Faktoren zur Rechtfertigung notig ha