ISBN-13: 9783050041735 / Niemiecki / Twarda / 2005 / 206 str.
In diesem Buch wird erstmals die historische Entwicklung dargestellt, in deren Verlauf sich die topos- und anekdotenreiche Vita zur wissenschaftlichen Kunstlerbiographie wandelte. In diesem Prozess kristallisierten sich die entscheidenden strukturellen Merkmale heraus, die noch heute fur das Genre charakteristisch sind. So lasst sich fur die Kunstlerbiographien im 18. und in der ersten Halfte des 19. Jahrhunderts ein ahnlicher Verwissenschaftlichungsprozess feststellen wie fur die anderen historiographischen Gattungen dieser Jahrzehnte.
„Die Frage nach der Leistungsfähigkeit biographischer Abrisse wird bis heute gestellt […]. Karin Hellwig schließt die Kunstwissenschaft an diese Diskussion endlich an und bietet mit der Bestandsaufnahme der eher trockenen Materie eine Geschichte der Künstlerbiographie ohne die süffigen Ausmalungen der Vitenschreiberei.“ Andreas Strobl in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2005, S. 37. "Das benutzerfreundlich strukturierte Buch erschließt eine Fülle von Texten, systematisiert diese nach Entwicklungsschritten und hebt die Meriten unbekannterer Autoren hervor. [...] Die publizistischen Rahmenbedingungen der frühen Kunsthistoriker werden sichtbar wie auch der Zusammenhang von kennerschaftlicher Forschung und biografischer Darstellungsform. Wer sich in Zukunft mit der Kunstliteratur zwischen 1726 und 1840 beschäftigt, wird auf ein insgesamt verlässliches Kompendium zurückgreifen können, das durch Klarheit im Aufbau besticht." Johannes Rößler in: sehepunkte 6/2006, Nr. 9