ISBN-13: 9783640662753 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Mindermachtige auf dem Weg in Moderne. Thuringen 1848/49 - 1920., Sprache: Deutsch, Abstract: Otto von Bismarck gilt als der ritterliche Vasall seines Konigs, der mit brutaler Gewalt und junkerhafter Selbstherrlichkeit, aber auch mit glasklarem Verstand sein Ziel erreichte und Preuen zum machtvollsten deutschen Staat und Deutschland zur beherrschenden Einheit in Europa machte. Der -Eiserne Kanzler- Bismarck galt ohne Zweifel einer groen Bevolkerungsmehrheit als die herausragende Symbolfigur des Deutschen Kaiserreiches. In ihm sollte sich die Nation wiedererkennen und durch ihn zu Mut und Hoffnung finden. Spater wurde Bismarck zu einer mythischen Figur stilisiert, was in der Bismarck gewidmeten Denkmalsbewegung, in der Glorifizierung des Altreichskanzlers und dem damit verbundenen einsetzenden Bismarck-Kult stark zum Ausdruck kam. Somit zeigt sich, dass Bismarck auch nach seiner Entlassung durch den jungen Kaiser Wilhelm II. eine der besonderen Schlusselfiguren der deutschen Politik geblieben ist. Die enge Beziehung zwischen Thuringen und dem Helden Bismarck, der die Reichsgrundung mageblich bewirkt hatte, trug nach dem Ausscheiden des Kanzlers aus der Politik und v.a. nach seinem Tode dazu bei, dass Thuringen zu einem Zentrum des Bismarck-Kultes wurde. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll die Frage geklart werden, wie es denn nun eigentlich zum Bismarck-Kult in Thuringen kam. Worin lagen die Ursachen? Wer waren die Trager des Bismarck-Kultes? Welche Bedeutung hatte die Rede des Altkanzlers, die er 1892 auf dem Marktplatz von Jena hielt, fur die einsetzende Bismarck-Verehrung? Und schlielich, wie auerte sich der Kult um den Mann, der durch -Blut und Eisen- die Reichseinigung bewirkt hatte?