ISBN-13: 9783640286140 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 132 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,00, Leopold-Franzens-Universitat Innsbruck (Institut fur Geschichte und Europaische Ethnologie), 100 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Thema der vorliegenden Diplomarbeit sind "Monster, Menschen und Barbaren als Gegenstand der historischen Diskursanalyse." Monster und Barbaren sondern sich durch ihren Mangel oder Uberfluss bestimmter Eigenschaften von der menschlichen Gesellschaft ab. Damit stehen sie am Rand, aber nicht auerhalb derselben. Als Grenzwesen erfullen sie eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Indem sie uns zeigen, wie wir nicht sein sollen, geben sie uns eine mogliche Antwort darauf, wie wir sein sollen. Damit sind sie im wahrsten Sinn des Wortes negative Identifikationsfiguren. Das Monster ist nur deshalb monstros, weil wir es dazu machen. Etwas von Natur aus Monstroses, geistig wie physisch Abscheuliches, gibt es nicht, weil die Natur nicht zwischen "gut" und "bose" unterscheidet. In der Natur uberleben jene, die an ihre Umgebung am besten angepasst sind. Der Natur ist es dabei gleichgultig, ob die "Gejagten" gut und die "Jager" bose sind, da sie nicht nach solchen Kriterien urteilt. Die Natur arbeitet mit dem binaren Code "fressen" und "gefressen werden." Ob der Menschenfressende Tiger bose ist oder nicht, interessiert sie nicht. Der Tiger ist auch nicht deswegen bose, weil er Menschen frisst, sondern weil er fur die um ihn lebenden Menschen eine Gefahr darstellt. Da er fur den Menschen eine Gefahr darstellt, ihm nicht geheuer ist, wird er zum Un-geheuer. Monster spielen nicht nur im sogenannten. finsteren Mittelalter eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Dass wir auch in unserer scheinbar so "aufgeklarten Zeit" andere haufig als kulturell oder zivilisatorisch minderwertig betrachten, wenn sie nicht den gangigen kulturellen Standards entsprechen, beweisen zahlreiche Beispiele der jungeren Geschichte. Die Erfahrung mit unserer eigenen Ver