ISBN-13: 9783656028970 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 88 str.
ISBN-13: 9783656028970 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 88 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Archaologie, Note: 2,3, Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg (Institut fur Kunstgeschichte und Archaologien Europas), Veranstaltung: Methodisches HS: Ausgewahlte Probleme zur Fruhgeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: "Germanien insgesamt ist von den Galliern, von den Ratern und Pannoniern durch Rhein und Donau, von den Sarmaten und Dakern durch wechselseitiges Mitrauen oder Gebirgszuge geschieden." So beschreibt Tacitus die Grenzen des freien Germanien. Der Rhein trennt Germanen und Kelten. Was aber sind Germanen und Kelten? Sind sie archaologisch nachweisbar? Inwieweit fand diese Thematik Beachtung in der Forschung? In der vorliegenden Arbeit sollen Antworten auf diese Fragen gefunden werden. Nach einem Uberblick zur Forschungsgeschichte folgen die Zusammenstellung und Auswertung der Quellen. Begonnen wird mit den Schriftquellen. Es wird geklart, welche schriftlichen Uberlieferungen erhalten geblieben sind, was im Umgang mit ihnen zu beachten ist und welche Informationen sie zum Thema, Volker zwischen Germanen und Kelten und die Festlegung der Rheingrenze, liefern konnen. In Verbindung mit den Schriftquellen soll die Begriffsproblematik erlautert werden. Was bedeutet Germane, Gallier oder Kelte? Wer hat diese Begriffe gepragt und in welchem Kontext sind sie entstanden? Umfassen sie stets das gleiche oder wandelt sich ihre inhaltliche Bedeutung? Nachfolgend sollen die archaologischen Funde und Befunde in den Gebieten westlich und ostlich des mittleren und unteren Rhein vorgestellt und ausgewertet werden. Es wird untersucht, ob die Aussagen beider Quellengattungen synthetisierbar sind oder ob sie ein vollig kontrares Bild ergeben. Weiterhin soll das Problem der ethnischen Interpretation beleuchtet werden. Lassen sich archaologische Sachguter einer sozial und kulturell einheitlichen Gruppe zuordnen? Oder anders formuliert: Was sind Ethnien?