ISBN-13: 9783640757978 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 24 str.
ISBN-13: 9783640757978 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,0, Katholische Universitat Eichstatt-Ingolstadt, Veranstaltung: Hauptseminar "Religiose Parteien," Sprache: Deutsch, Abstract: Religiositat kann als eine askriptive Identitat, analog zu Sprache, regionaler Herkunft, Rasse etc., gesehen werden. Askriptive Identitaten teilen die Eigenschaft, sozial attribuiert und damit das Resultat von Selbst- sowie auch Fremdzuschreibung zu sein. Gleichzeitig sind sie zumeist durch die Geburt erlangt und nur schwer durch individuelle Entscheidung veranderbar." Religiose Parteien thematisieren diese askriptive Identitat; ob aus Uberzeugung oder zur Abgrenzung zu anderen Parteien ist relativ irrelevant. Die Thematisierung der Religiositat birgt mitunter Gefahren fur eine Demokratie, wie das Beispiel der Wohlfahrtspartei zeigt, die durch die Wiedereinfuhrung der Scharia in der Turkei das Rechtsstaats- und das Laizismusprinzip hatte zersetzen konnen. Die vorliegende Arbeit will folglich untersuchen, ob religiose Parteien mit einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft vereinbar sind. Im Folgenden wird nun zuerst die Problematik aufgezeigt, die durch eine Politisierung askriptiver Identitat entstehen kann. Daraufhin wird erlautert, was partikularistische Parteien, zu denen religiose Parteien zu zahlen sind, ausmacht und auf welche Art und Weise diese verboten werden konnen. Anschliessend werden denkbare, theoretisch mogliche Folgen eines Verbotes einer partikularistischen Partei dargelegt, woraufhin diese Uberlegungen an empirischen Untersuchungen uber partikularistische Parteienverbote im subsaharischen Afrika wahrend der Redemokratisierung Anfang der 1990er gemessen werden. Abschliessend wird versucht, anhand der Theorie der wehrhaften Demokratie eine Antwort auf die Frage zu finden, ob religiose Parteien in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft zulassig sind oder nicht."