ISBN-13: 9783668101371 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 50 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 1,3, Georg-August-Universitat Gottingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Zentraler Gegenstand der vorliegenden Arbeit wird eine kritische Analyse des instrumentellen Ansatzes sein, der einen Kausaleffekt zwischen Unternehmenskultur und konsistentem Verhalten der Mitarbeiter prognostiziert und damit letztlich eine Performancesteigerung des Unternehmens verargumentiert, um ihren Einsatz als funktionales "Managementtool" zu rechtfertigen. Die Leitfrage, die sich daraus ergibt und im folgenden beantwortet und diskutiert werden soll, lautet: Lasst sich eine Unternehmenskultur aktiv steuern? Um der Analyse einschlielich der Fragestellung nachzugehen, werden eingangs die Begrifflichkeiten sowie die verschiedenen theoretischen Perspektiven von "Organisation" und "Kultur" jeweils erlautert und differenziert, sodass "Unternehmenskultur" anschlieend entsprechend verortet werden kann. In diesem Kontext wird darauffolgend kurz hergeleitet, warum die Kulturfrage mit den Jahren an Aufmerksamkeit gewinnt. Als reprasentativer Auftakt in die managementtheoretische Unternehmenskulturthematik werden schlielich im dritten Kapitel die einschlagigen Werke von Peters & Waterman (1982) und Deal & Kennedy (1982) vorgestellt, die jeweils ihr Modell als vermeintlich erfolgsversprechendes 'Kulturrezept' propagieren. Dies dient als spatere Diskussionsgrundlage. Im darauffolgenden Hauptteil der Arbeit wird, unter Bezug ausgewahlter alternativer Ansatze, die sich von den eben benannten Beispielen abgrenzen, die Unternehmenskulturdiskussion soziologisch und anthropologisch eingefangen. So sind die systemtheoretische Perspektive durch Niklas Luhmann (2000), die These der kulturellen Inkonsistenz von Ulrike Berger sowie Ann Swidlers (1968) handlungstheoretischer Denkrahmen eines kulturellen "Werkzeugkastens" vertreten. Auch das Drei-Ebenen-Modell von Schein (1985) findet an der Stelle