ISBN-13: 9783640609178 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 84 str.
ISBN-13: 9783640609178 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 84 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche, Note: 1,3, Universitat Rostock, Veranstaltung: Einfuhrung in die empirische Wahlforschung, Sprache: Deutsch, Abstract: Martin Schulz und Hans-Gert Pottering. Namen, die der europapolitisch interessierte Politikwissenschaftler mit den jetzigen und ehemaligen Vorsitzenden von zwei groen Fraktionen des Europaischen Parlamentes in Verbindung bringt. Namen, die der politisch durchschnittlich informierte Wahler in den seltensten Fallen uberhaupt mit etwas in Verbindung bringen kann - obwohl beide bei der Wahl zum Europaischen Parlament am 07. Juni 2009 die Spitzenkandidaten ihrer Partei waren. So erreichte Hans-Gert Pottering (CDU) wenige Tage vor der Europawahl einen Bekanntheitsgrad von 2% in einer reprasentativen Umfrage. Derartige Umfragewerte werfen die Fragen auf, wieso europaische Spitzenpolitiker in der Bevolkerung weitgehend unbekannt sind und inwiefern sie als Kandidaten deshalb uberhaupt einen Einfluss auf das Ergebnis der Europawahlen haben konnen. Ein Erklarungsansatz dafur wird in der "Ferne" der Arbeit des europaischen Parlaments zum politischen Alltag der Wahler gesehen. Demnach mussten gerade bei Kommunalwahlen die zur Wahl stehenden Personen von groter Bedeutung sein, auch wenn sich auf dieser Ebene eine auerst geringe Wahlbeteiligung feststellen lasst. Gerade diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die in der Wahrnehmung und im Einfluss der Kandidaten bei Kommunal- und Europawahlen existieren, gilt es im Folgenden zu untersuchen. Da am 07. Juni 2009 in Rostock zeitgleich die Wahlen zur Rostocker Burgerschaft und zum Europaischen Parlament stattfanden, konnten unter gleichen Rahmenbedingungen Einstellungen zu den Kandidaten auf unterschiedlichen Ebenen erfragt werden. Dazu wurde in Rostock-Dierkow ein Exit-Poll mit 157 Wahlern durchgefuhrt, auf dessen Ergebnisse in dieser Hausarbeit im Speziellen eingegangen wird. Zuvor werden die theoretischen