ISBN-13: 9783640261499 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 64 str.
ISBN-13: 9783640261499 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 64 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,0, Universitat Siegen, Veranstaltung: Einfuhrung in den Medienstudiengang, 35 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Alfred Hitchcock ist als 'Meister des Suspense' in die Filmgeschichte eingegangen, eine Bezeichnung, die sich zu seiner Zeit zu einem eigenen Genre entwickelte. Die meisten Kritiker scheuen jedoch eine Definition des Begriffs Suspense; haufig wird er lediglich mit 'Spannung' gleichgesetzt. Das dem nicht so ist, wird in dieser Arbeit dargestellt und am Beispiel von Rope (1948), einem Film, der sich nicht in den Kanon der hitchcockschen Klassiker einreiht, naher erlautert. Es wird sich herausstellen, dass die Kunst, ein Publikum zu fesseln, eine Vielzahl von Voraussetzungen bedarf, welche erst durch ihre Kombination den Zuschauer in ihren Bann schlagen. Andre Bazin auerte sich 1954 sehr treffend und einfach zum Stil Hitchcocks, indem er Suspense mit einem schweren Stahlblock vergleicht, der auf glattem Gefalle langsam zu rutschen beginnt. Mittels durchdachter Regiearbeit erziele der Regisseur eine Bedrohlichkeit, eine unruhige Erwartungshaltung die so eindrucklich ist, dass aus einfachem Interesse an der Handlung automatisch Angst wird. Mit der Metapher des Stahlblocks verdeutlicht Bazin die Eigenart des Suspense: Die Folgen der Handlung sind vorhersehbar. Fur den Zuschauer bedeutet dies: Irgendetwas ist geschehen, das die alltagliche Welt ins Wanken gebracht hat. Der Zuschauer erlebt auf der Leinwand einen moralischen Konflikt - "eine Storung des Gleichgewichts" (Fischer 1979, 3) - dessen Resultat abzusehen ist und den er auf sich selbst ubertragt. Die Alltaglichkeit fuhrt Hitchcock dem Publikum sehr bald im Film vor Augen, um fruh sein Interesse zu wecken, indem er es beispielsweise in Rear Window (1954) in beliebige Fenster eines Hochhauses blicken lasst, Bodega Bay in The Birds (1963) als kleinen Allerweltsort vorstellt oder M