ISBN-13: 9783640366736 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des Mittelalters (ca. 500-1300), Note: 1,3, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universitat Bonn (Institut fur Philosophie), Veranstaltung: Moderne Interpretation klassischer Philosophen, Sprache: Deutsch, Abstract: Thomas von Aquin wollte der Theologie den Charakter einer Wissenschaft geben und unternahm den Versuch einer neuen Grundlegung der christlichen Philosophie und Theologie. Zur Klarung der Glaubensgeheimnisse wird dabei die naturliche Vernunft herangezogen, insbesondere das philosophische Denken des Aristoteles. Thomas erlebte in seiner Zeit Gegensatze zwischen den Anhangern des Augustinus, der das Prinzip des menschlichen Glaubens betont, und den Anhangern Aristoteles, der von der Erfahrungswelt und der darauf aufbauenden Erkenntnis ausgeht. Thomas stellt die Frage nach einer moglichen Synthese von Philosophie und christlicher Heilsgeschichte, indem er aufzeigen will, dass sich beide Lehren nicht widersprechen, sondern erganzen konnen. Einiges kann nach Thomas nur durch Glauben und Offenbarung erklart werden, anderes nur durch Vernunft. Die Philosophie dient zur Untermauerung der christlichen Glaubenspraambeln. Thema dieser Arbeit sind die Ausfuhrungen des Scholastikers zum Gesetz vor dem Hintergrund, inwieweit seine Thesen philosophisch gewertet werden konnen. Einleitend wird der Umfang des Schaffens von Thomas skizziert und der Lex-Traktat in sein Gesamtwerk eingeordnet. In den folgenden Abschnitten wird das thomistische Gesetz analysiert, im Rahmen dieser Arbeit insbesondere mit Blick auf grundsatzliche Thesen. Dazu habe ich mich in erster Linie auf den Primartext bezogen, ubersetzt von Josef F. Groner. Sekundar waren die Interpretationen von Wolfgang Kluxen und Stefan Lippert sehr aufschlussreich. Anthony Kenny und Michael Wittmann lieferten erganzende Kenntnisse zur thomistischen Ethik und zur Rezeption antiker Quellen. Das gottliche Gesetz wird in der vorliegenden Arbeit nur am Ran