ISBN-13: 9783656512783 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Grundlagen und Allgemeines, Note: 1,0, Hochschule Osnabruck (Wirtschafts- und Sozialwissenschaffen), Veranstaltung: Grundlagen der Politik, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahre 1516 veroffentlicht der englische Gelehrte Thomas Morus sein Werk Utopia, eine Erzahlung uber eine gleichnamige, ferne Insel, die mit ihrer anscheinend perfekten Staatsverfassung gewissermaen den Grundstein einer ganzen literarischen Gattung legt und ihren Titel zu einem heute vielfaltig besetzten und verwendeten Terminus werden lasst. Zwar ist das Denken einer idealen Staatsverfassung nicht neu, finden sich solche Ansatze schon bei Plato, Pythagoras oder Hippodamos, doch seit Morus wird die Wortneuschopfung "Utopie" nicht nur als Begriff eines literarischen Genres verwendet, sie verankert sich auch im Alltagsgebrauch, der Wissenschaft und als politischer Kampfbegriff. Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit der Frage, inwieweit aus der Utopia Ruckschlusse auf Kritikansatze zur sozialen und politischen Ordnung des 15. und 16. Jahrhunderts in England moglich sind, die damit dem Werk eine sozialkritische Tragweite und nicht zu unterschatzende Bedeutung zukommen lassen. Gibt es weiterhin Indizien, die Thomas Morus als einen Visionar eines Idealstaates herausstellen, der mit seinem Bild der Utopia eine konkrete Zukunftsvision anstrebte und umsetzten wollte? Oder erscheinen im Kontext der Betrachtung auch andere Deutungsversuche moglich?