ISBN-13: 9783640639212 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Menschen besitzen zahlreiche psychische Eigenschaften. Ein fur das Zusammenleben sehr bedeutsamere Komplex psychischer Eigenschaften sind die sozialen Kognitionen. Diese betreffen jedes Wissen und Denken uber mentale Vorgange, soziale Geschehnisse und Beziehungen. Ein viel diskutiertes und untersuchtes Konstrukt in diesem Feld ist die Empathie. Hier wird die Kapazitat verstanden, sich in andere Menschen und deren Situation hineinzudenken und hineinzufuhlen. Demnach setzt sich Empathie aus zwei Komponenten zusammen: einem kognitiven und einem emotionalem Anteil. Der emotionale Aspekt der Empathie umfasst das Erleben einer affektiven Reaktion im eigenen Inneren, die durch den Zustand einer anderen Person hervorgerufen wird. Es wird mitgefuhlt und eine emotionale Verbindung mit der Person hergestellt. Kognitive Empathie hingegen meint allein die Fahigkeit, die Gedanken und Gefuhle anderer Personen zu erkennen und zu verstehen, ohne notwendigerweise z.B. Mitleid zu empfinden. Die Fahigkeit zur kognitiven Empathie wird haufig auch als -Theory of Mind- (ToM) bezeichnet. Der Terminus lasst sich nicht gut ins Deutsche ubersetzen und ist etwas irrefuhrend, weil es sich nicht um eine Theorie sonder um eine Fahigkeit handelt, sich selbst und anderen geistige Zustande zuschreiben zu konnen und somit in der Lage zu sein zu folgern, was im eigenen und im Geiste anderer vor sich geht. In der Literatur wird die erste Nennung des Begriffs -Theory of Mind- oder auch -soziale Intelligenz- Premack und Woodruff zugeschrieben (1978). Sie definierten ToM als eine Fahigkeit, sich selbst und anderen geistige Zustande zuschreiben zu konnen, Intentionen und Uberzeugungen anderer ableiten zu konnen. Sie verstanden Theory of Mind in dem Sinne, dass ToM eine Theori