ISBN-13: 9783640741328 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 168 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Padagogik - Padagogische Soziologie, Note: 2,0, Johannes Gutenberg-Universitat Mainz (Padagogisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Systemisches Denken, Handeln und Arbeiten ist weiterhin auf dem Vormarsch und hat sich in vielen Anwendungsfeldern bewahrt. Trotz kontroverser Diskussionen von Autoren im Rahmen anderer Disziplinen wie beispielsweise der Soziologie, die eine systemtheoretische Sicht als unangemessen, nicht "bis zum Ende gedacht" oder einfach nur als uberholt ansieht, scheint eine systemische Sichtweise im Bereich der Sozialen Arbeit Fruchte zu tragen. Die Verbindung zwischen Padagogik einerseits und Systemdenken andererseits fuhrt moglicherweise dazu, dass das Individuum seine Wichtigkeit und Prasenz behalt, die Systeme, in denen es sich bewegt - auch wenn diese sich zunachst als "undurchsichtig" oder "verworren" darstellen - aber nicht als ausgeschlossen, sondern vielmehr als ressourcenbringend angesehen werden. Es wird also Abstand von der herkommlichen, "problemzentrierten Denkweise" genommen und ein Schwerpunkt auf den Zusammenhang, die Wechselwirkungen und die Muster von problematischen Weisen des Denkens, Handelns und Fuhlens des Individuums im Kontext eines komplexen Systems gelegt. Hier kann eine Sichtweise, die sich immer nur mit einem Problemsystem befasst, sehr erfolgversprechend sein, zumal sich der Fokus nicht auf Unmengen hochkomplexer einzelner Systeme, sondern auf Losungen bestimmter Aspekte richtet. Es ist jene Idee, die den Ansto zu dieser Arbeit gab. Die Frage, die sich nun hieraus ergibt, lasst sich etwa so formulieren: Welche Konzepte und Methoden gibt es in der Sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die zu einer Losung bestimmter Auffalligkeiten fuhren? Und: Ist jedes Konzept fur jede Hilfeform in der Kinder- und Jugendhilfe geeignet und sinnvoll oder gibt es moglicherweise Probleme oder Grenzen in der Anwendung?