ISBN-13: 9783638953276 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Romanistik - Vergleichende Romanistik, Note: 1,0, Humboldt-Universitat zu Berlin (Romanistik), Veranstaltung: Sprachsysteme und Systemvergleich in der Romania, Sprache: Deutsch, Abstract: "Es gibt weder ein Subjekt, noch ein Objekt an sich, beides ist nur der abstrakte Ausdruck eines Verhaltnisses." (Petschko 2001) Edward Sapir vertritt die Auffassung, dass, wenn es als eine allgemeine Aufgabe fur menschliche Sprachen angesehen werde, bestimmte Relationen auszudrucken, zu versprachlichen," ihnen dafur viele rechnerisch mogliche Optionen offen standen. Die einzelnen Sprachen wahlten aus diesen Optionen jeweils eine oder mehrere individuell aus. Anhand eines Vergleichs nordamerikanischer Indianersprachen stellt Sapir insgesamt funf Typen fest, die als Versprachlichung der Agens-Patiens-Verb-Beziehungen in intransitiven und transitiven Satzen bevorzugt werden. Dabei decken Akkusativ- und Ergativ-Sprachen zusammen uber 50% der Welt ab. Sapir konstatierte, dass nominativisch-akkusativische und ergativische Sprachen nichts weiter tun, als zwei logisch mogliche Strukturierungen menschlichen Sprachbaus umzusetzen. Warum nun ausgerechnet diese beiden Strukturierungen bevorzugt werden, ist in der Sprachwissenschaft noch unklar, auch weiss man nicht, weshalb andere mogliche Strukturierungen gar nicht realisiert werden. Um den unterschiedlichen Umgang mit den Kategorien Subjekt und Objekt innerhalb der romanischen Sprachen erkennen und verstehen zu konnen, werden einleitend diese beiden in der Welt vorherrschenden Sprachtypen anhand der deutschen Sprache als akkusativischer Typ und der baskischen Sprache, die den ergativischen Typ reprasentiert, vorgestellt und analysiert. Danach wird erlautert, in welcher Form in den romanischen Sprachen ergative Strukturen auftreten, denn die Zweiteilung in Akkusativitat und Ergativitat, die in den Sprachen der Welt vorliegt, trifft in gewisser Hinsicht auch auf die romanischen Sprachen zu