ISBN-13: 9783638794268 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 48 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,7, Universitat Siegen, Veranstaltung: Einfuhrung in die Lekture mittelhochdeutscher Texte, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dem Werk Hartmanns von Aue Der arme Heinrich" erkrankt die Hauptperson Heinrich an einer Krankheit. Heinrich lebt bis dahin als der vollendetet Typus der hofischen Humanitat, vom Gluck verwohnt, aber durch seine Qualitaten des Gluckes wert." Doch dieses Gluck ist nicht von langer Dauer, denn schon bald erkrankt Heinrich am Aussatz. Neben den schweren korperlichen Leiden hat dieser auch den Ausschluss aus der Gesellschaft zu Folge. Der Aussatz ist im Mittelalter keine beliebige Krankheit, sondern schon in der Bibel als Zeichen der Strafe eines Sunders bekannt. Ist die Krankheit also eine Strafe Gottes fur getane Sunde? Dem gegenuber steht der Vergleich Hartmanns mit dem biblischen Hiob, der ebenfalls eine Krankheit erleiden musste, bei dem Gott diese jedoch nicht als Strafe sondern als Prufung seines Gottesvertrauens aussetzte. Ist also auch bei Heinrich die Krankheit als Prufung von Gott anzusehen? Genau diese Aspekte sind Gegenstand meiner Hausarbeit. Es gilt zwei unterschiedliche Aspekte der Klarung der Begrundung der Krankheit in Der arme Heinrich" aufzugreifen und zu erklaren. Gottes Hand treibt Heinrich ins Elend, das ist eindeutig ausgesprochen. Aber die innere Motivierung dieses gottlichen Zeichens fehlt noch. Es gibt hier nur Andeutungen, doch diese gehen nicht in eine einzige Richtung." Meine Fragen an den Text Hartmanns drehen sich um das Warum. Warum erkrankt Heinrich am Aussatz? Worin ist dieser begrundet? Ist sie nun als Strafe Gottes fur getane Sunde zu verstehen? Und wenn ja, worin besteht die Sunde? Oder ist der Aussatz als eine gestellte Prufung Gottes zu sehen, wie sie schon bei Hiob in der Bibel vorkommt? Was sagt Hartmann im Text uber diese Fragen aus? Und gibt es in diese Fragen prinzipie"