ISBN-13: 9783565206827 / Niemiecki / Miękka / 96 str.
In einer Zeit, in der Schulen flächendeckend mit Tablets ausgestattet werden, liefert Pädagoge Frank Holzer mit "Stift schlägt Tastatur" ein wichtiges Korrektiv. Basierend auf aktuellen neurowissenschaftlichen Studien belegt Holzer, dass das physische Schreiben mit der Hand kognitive Prozesse aktiviert, die beim Tippen auf einer Tastatur oder einem Glasbildschirm brachliegen.Das Buch untersucht die Feinmotorik und ihre direkte Verbindung zu den Sprachzentren im Gehirn. Holzer erklärt, warum Notizen, die von Hand gemacht werden, zu einem tieferen Verständnis und einer besseren Merkfähigkeit führen (Generierungseffekt), während digitales Mitschreiben oft nur ein oberflächliches Transkribieren ist. Er kritisiert nicht die Digitalisierung per se, sondern den unreflektierten Ersatz analoger Kulturtechniken.Holzer bietet Strategien für "hybrides Lernen": Wie nutzt man digitale Recherchetools effizient, während man die Verarbeitung und Strukturierung des Wissens analog durchführt? Er stellt Methoden wie Sketchnoting und das Führen eines "Commonplace Books" vor. Das Buch ist ein Plädoyer für die Langsamkeit des Schreibens als Mittel zur Schärfung des Denkens. Es richtet sich an Studierende, lebenslange Lerner und Eltern, die sicherstellen wollen, dass Technologie das Denken unterstützt, statt es zu ersetzen.
Wer schreibt, der bleibt - und der denkt besser. Ein neurowissenschaftliches Plädoyer für Papier und Stift im digitalen Zeitalter.