ISBN-13: 9783656513858 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 28 str.
ISBN-13: 9783656513858 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 2.9, FernUniversitat Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die gemeinsame Sprache zahlt als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel zusammen mit der gemeinsamen Kultur zu den wichtigsten Merkmalen eines Volkes. Das Volk wiederum wird im Staatsrecht - hier bezeichnet als Staatsvolk - neben Staatsgebiet und Staatsgewalt als elementarer Bestandteil eines Staates genannt. In der vornationalen Zeit war die Schriftsprache ein Abgrenzungsmittel der Machthaber gegenuber der einfachen Bevolkerung. Ich verdeutliche dies anhand einiger Beispiele: Im mittelalterlichen Europa wurden wissenschaftliche Werke vorwiegend in lateinischer Sprache verfasst, die das ungebildete Volk sowieso nicht lesen konnte. In der fruhen Neuzeit wurde in vielen europaischen Konigs- und Furstenhausern franzosisch gesprochen. Die eigentliche Sprache des Volkes existierte dagegen hauptsachlich als gesprochene Sprache ohne Schriftform. In der Kolonialzeit, beginnend im spaten 15. Jahrhundert, fuhrten die jeweiligen Kolonialherren in ihren Kolonien die eigene (Landes)Sprache ein, welche von der ansassigen Bevolkerung naturlich nicht verstanden wurde. Die Sprachen der Einheimischen waren weder in der Verwaltung noch in sonstigen Bereichen des offentlichen Lebens von Bedeutung. Erst mit dem Aufkommen des Nationalismus im 19. Jahrhundert - zunachst in Europa, spater auch in den Kolonien Afrikas, Sudamerikas und Asiens - erhielten die Volkssprachen ihre heutige wesentliche Bedeutung als nationale Identifikationssymbole und dienten zunachst den nationalen Bewegungen zur Kommunikation und Verbreitung ihrer Gedanken und Ziele, spater schliesslich den neuen Nationalstaaten als Landessprachen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle von Sprache und Schrift in der nationalen antikolonialen Bewegung auf den Philippinen im spaten 19. Jahrhundert. Dabei soll vor allem dargestellt werden, auf welche Art und Weise in diesem Falle die span