ISBN-13: 9783656903710 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 32 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 2,3, Humboldt-Universitat zu Berlin (Geschichtswissenschaftliches Institut), Veranstaltung: Der Wandel im internationalen Machtesystem 1890-1914, Sprache: Deutsch, Abstract: Aus verschiedenen Grunden war Spanien bereits am Anfang des 19. Jahrhunderts keine europaische Gromacht mehr. Dazu fuhrte v.a. die schlechte wirtschaftliche Ausbeutung der Kolonien. So spielte das Mutterland der Eroberung Amerikas bereits ab dem 17. Jahrhundert eine immer kleinere Rolle in Europa. Die Besetzung Anfang des 19. Jahrhunderts durch Frankreich besiegelte diese Entwicklung, und Spanien stieg endgultig zu einer Macht zweiter Klasse ab. Davon erholte sich Spanien auch im Laufe des 19. Jahrhunderts nicht mehr. Diese Zeit war gekennzeichnet durch innenpolitische Instabilitat und Burgerkriege (die 3 Karlistenkriege) und sich abwechselnden Republikphasen (sog. pronunciamentos) und Restaurationsphasen. Das ausgedehnte Kolonialreich begann durch Unabhangigkeitsstrebungen zu brockeln und fuhrte zu einer desastrosen finanziellen Situation im Mutterland. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts fielen mehrere Kolonien ab (Mexiko, Venezuela, Kolumbien) und in den letzten verbliebenen Kolonien musste groer Druck ausgeubt werden. So kam es z.B. auf den Philippinen 1896 zu einer Revolution (erste asiatische Unabhangigkeitsbewegung) und die Situation auf Kuba war so angespannt, dass sie zum Krieg zwischen den USA und Spanien fuhrte. Mit dem Verlust der letzten spanischen Kolonien Kuba und Philippinen im spanischamerikanischen Krieg verlor Spanien die letzten Einflussspharen und auch seine Stimme im imperialen Wettstreit zwischen den alten Weltmachten (Frankreich, England, Russland) und den neuen Weltmachten (USA, Japan). Die Eigenwahrnehmung der Spanier fuhrte zu einer nationalen Depression, die sich in der Bewegung der generacion 98 und der decadencia de las naciones latinas Ausdruck vers