ISBN-13: 9783640098941 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 1-, Europa-Universitat Flensburg (ehem. Universitat Flensburg) (Geschichte), Veranstaltung: Nordfriesland und Husum im Rahmen der schleswig-holsteinischen und nordeuropaischen Geschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Selbst heute gibt es gegen Ende des Februars in vielen Orten der nordfriesischen Kuste noch das beliebte Biikebrennen. Dieser Brauch erinnert an langst vergangene Zeiten, in denen zahlreiche Manner Nordfrieslands am 22. Februar jeden Jahres von den Angehorigen mit den weithin leuchtenden Feuern verabschiedet wurden, bevor sie zum Walfang aufbrachen. Weitere Uberbleibsel aus der Blutezeit des Walfangs sind Grabsteine auf den Inselfriedhofen, Kachelbilder in alten Hausern, auf denen Schiffe und Walfangszenen zu erkennen sind, oder Walfangkiefer als Trophaen vor Fohrer Kapitanshausern. Wenn man sich naher mit dem Walfang der Nordfriesen im 17. und 18. Jahrhundert beschaftigen will, gestaltet es sich allerdings schwierig, ausreichend Literatur zu finden. Die meisten Werke beschaftigen sich oft nur sehr ausfuhrlich mit der geschichtlichen Entwicklung eines einzigen Ortes. Manchmal ist es auch zweifelhaft, ob alle uberlieferten Informationen der Wahrheit entsprechen. Nur wenigen Menschen ist es heute gelaufig, dass die Nordfriesen auf den Inseln und Halligen ihr Leben einst komplett auf den Walfang umgestellt hatten und wie sehr der Walfang ihre regionale Sozial- und Wirtschaftsgeschichte uber zwei Jahrhunderte nachhaltig beeinflusst hat. Dabei stellen sich folgende zentrale Fragen: Welche Folgen hatte das monatelange Fortbleiben der Walfanger auf die Gesellschaft der Daheimgebliebenen? Waren soziale Entwicklungen auf den Inseln zu beobachten, die unmittelbar aus dem Walfang resultieren? Welche Position nahm die Frau ein?