ISBN-13: 9783668089259 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 58 str.
ISBN-13: 9783668089259 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 58 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Kunst - Kunstgeschichte, Note: 1,0, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg (Fakultat Geistes- und Kulturwissenschaften, Institut für Archaologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Unser heutiges Verstandnis von Originalitat ist das Ergebnis einer Entwicklung der letzten beiden Jahrhunderte. Unter dem Begriff "Original" verstehen wir heute gemeinhin den Gegensatz einer Kopie oder Nachahmung. "Original" (aus dem lateinischen "origo" 'Ursprung', 'Quelle', 'Stamm') bedeutet "im Hinblick auf Beschaffenheit, Ursprung oder Herkunft echt und unverfalscht, nicht imitiert oder] nachgemacht - in seiner Art eigenstandig und schopferisch, und] im Hinblick auf die Umstande ursprunglich und] unmittelbar." Das Kopieren und Nachahmen von Kunstwerken hat in der Kunstgeschichte allerdings eine lange Tradition. Bereits zur Zeit der Romer war es ublich, Werke antiker Meister zu imitieren. Vom Mittelalter bis zur Renaissance setzten sich diese Praktiken weiter fort. Auch im Rahmen der akademischen Ausbildung wurden haufig beruhmte Kunstler kopiert, um auf diese Weise das Handwerk zu perfektionieren und unterschiedliche Techniken und Stile zu erlernen. In den meisten Fallen jedoch verbarg sich dahinter keine betrugerische Absicht, weshalb in diesem Zusammenhang nicht von Falschungen gesprochen werden kann. Nur wenn die Absicht erkennbar wird, eine moglichst getreue Kopie zu schaffen, kann von einem Tauschungsversuch, also einem betrugerischen Hintergedanken bei der Erschaffung des Werkes, ausgegangen werden. Tatsachlich um eine Falschung handelt es sich aber erst dann, wenn die Kopie als das originale Werk ausgegeben wird, insofern dies unentdeckt bleibt und nicht kommuniziert wird. Bereits im Mittelalter gab es zahlreiche Falle von Urkundenfalschung, die allerdings nur strafrechtlich verfolgt wurden, wenn ein Burger durch den Betrug zu groerem Schaden kam. Kunstfalschungen dagegen existierten nicht, zumal sich