ISBN-13: 9783656930334 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 46 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 3, Universitat Wien (Theologische Fakultat), Veranstaltung: Moraltheologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Thematik der Sexualitat in Verbindung mit korperlicher Behinderung ist sehr weitreichend und wird in der Literatur und Wissenschaft viel diskutiert. Dies hangt zum einem damit zusammen, dass mehrere unterschiedliche Fachrichtungen sich mit Sexualitat beschaftigen, und zum anderen Behinderungen in vielfaltiger Weise auftreten konnen und in ebenso vielfaltigen Disziplinen behandelt und diskutiert werden. Das Thema Sexualitat bei geistig behinderten Menschen schien bis in die 1980er Jahren zumindest innerhalb der Behindertenarbeit allgemein akzeptiert. Das verstarkte Aufkommen von AIDS und die vermehrte Sterilisation von nicht einwilligungsfahigen Behinderten hat diese Thematik jedoch wieder verstarkt in den Blickpunkt der wissenschaftlichen und padagogischen Diskussion gebracht. Die Pubertat ist im Leben eines jeden Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, eine schwierige aber auch sehr bedeutsame Zeit fur die weitere Entwicklung des Jugendlichen hin zum Erwachsen werden. In der Pubertat eines jeden und jeder Jugendlichen treten dieselben emotionalen, physischen und sozialen Veranderungen in ahnlicher Weise auf. Deshalb sollten junge, geistig behinderte Jugendliche wie alle anderen Jugendliche behandelt werden. Die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen fur eine Verbesserung der Situation von behinderten Menschen in der Gesellschaft konnten in diesem Zusammenhang zu der Hypothese fuhren, dass Menschen mit Down Syndrom einen Anspruch auf Sexualitat haben. Dieser Anspruch soll in dieser Arbeit nicht im juristischen Sinne gepruft werden, sondern es soll durch die Analyse und einer vergleichenden Betrachtung beider Sichtweisen (der Ethik und der katholischen Kirche) der Frage nachgegangen werden, ob Menschen auch aus ethischer und katholischer Sicht einen Anspruch auf die