ISBN-13: 9783639467420 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 108 str.
Gegenstand des vorliegenden Buches ist der Debutroman Alle Tage der deutsch-ungarischen Autorin Terezia Mora. Der Roman zeichnet sich durch einen besonderen Aufbau aus. Die Beziehung zwischen der Zeit der Geschichte und der Zeit der Erzahlung differiert stark und wird anhand der Verhaltnisse zwischen der Reihenfolge der Ereignisse in der Diegese und der temporalen Ordnung ihrer Darstellung in der Erzahlung bestimmt. Die Ana- und Prolepsen werden auf Reichweite, Umfang, Position, syntaktische Verhaltnisse und ihre Funktion hin analysiert. Um die Erzahleinheiten anschliessend einem narrativen Objekt zuordnen zu konnen und sie chronologisch einzugliedern, ist eine Teilung in eine Makro- und Mikroebene aufgrund der hochkomplexen Struktur notig. Die vielen, dem Roman eingeschriebenen Geschichten werden gezeigt und die unterschiedliche formale Umsetzung der Figurenkonzeption wird sichtbar. Dreh- und Angelpunkt ist der Protagonist Abel Nema, an dem beinahe jeder Annaherungsversuch zum Scheitern verurteilt ist, und dessen Fremdheit und Orientierungslosigkeit sich in der Darstellung widerspiegeln. Die Ergebnisse der Analyse zeigen nicht nur die Besonderheiten in der Konstruktion, sondern auch in der inhaltlichen Umsetzung. Die Art, wie das Leben des Helden von Mora erzahlt wird, scheint nur auf den ersten Blick willkurlich zu sein, tatsachlich herrscht ein geordnetes Chaos."
Gegenstand des vorliegenden Buches ist der Debütroman Alle Tage der deutsch-ungarischen Autorin Terézia Mora. Der Roman zeichnet sich durch einen besonderen Aufbau aus. Die Beziehung zwischen der Zeit der Geschichte und der Zeit der Erzählung differiert stark und wird anhand der Verhältnisse zwischen der Reihenfolge der Ereignisse in der Diegese und der temporalen Ordnung ihrer Darstellung in der Erzählung bestimmt. Die Ana- und Prolepsen werden auf Reichweite, Umfang, Position, syntaktische Verhältnisse und ihre Funktion hin analysiert. Um die Erzähleinheiten anschließend einem narrativen Objekt zuordnen zu können und sie chronologisch einzugliedern, ist eine Teilung in eine Makro- und Mikroebene aufgrund der hochkomplexen Struktur nötig. Die vielen, dem Roman eingeschriebenen Geschichten werden gezeigt und die unterschiedliche formale Umsetzung der Figurenkonzeption wird sichtbar. Dreh- und Angelpunkt ist der Protagonist Abel Nema, an dem beinahe jeder Annäherungsversuch zum Scheitern verurteilt ist, und dessen Fremdheit und Orientierungslosigkeit sich in der Darstellung widerspiegeln. Die Ergebnisse der Analyse zeigen nicht nur die Besonderheiten in der Konstruktion, sondern auch in der inhaltlichen Umsetzung. Die Art, wie das Leben des Helden von Mora erzählt wird, scheint nur auf den ersten Blick willkürlich zu sein, tatsächlich herrscht ein geordnetes Chaos.