ISBN-13: 9783638735261 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 168 str.
ISBN-13: 9783638735261 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 168 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sozialpadagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg (Sozial- und Gesundheitswesen), 113 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Stimmt es, dass Schulverweigerung zunehmend Karriere macht? Ist die zunehmende Zahl von Schulverweigerern Ausdruck unseres desolaten Bildungssystems? Sind Schulverweigerung und Schulversagen ein Problem sozial benachteiligter Familien? Abweichend von der Diskussion um schulische Bedingungsfaktoren fur Schulabsentismus, mit der sich ein Groteil der einschlagigen Literatur beschaftigt, werden in dieser Arbeit familiale Psycho- und Interaktionsdynamiken beleuchtet, welche die Entwicklung, Verfestigung oder Aufrechterhaltung von Schulabsentismus begunstigen oder vorantreiben. Leitziel der Arbeit ist es, den Stellenwert familialer Risikofaktoren, sei es innerfamilial oder soziookonomisch begrundet, im Gesamtgefuge des Schulabsentismus einzuschatzen. Einleitend macht es die inhomogene Verwendung von Begrifflichkeiten notwendig, die von mir gebrauchten Begriffe zu definieren und abzugrenzen. Da das Phanomen des Schulabsentismus nicht monokausal, sondern multiperspektivisch zu erklaren ist, wird jeder dieser Faktoren kurz dargestellt. Ein Exkurs zu schulpolitischen Reformdiskussionen soll einen Einblick in derzeitige schulische Rahmenbedingungen und den Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schule im Spannungsfeld zur Familie liefern. In weiteren Kapiteln werden die Ursachen und Wirkfaktoren von Schulabsentismus im familialen Gefuge ausfuhrlich untersucht. Diese umfassen sowohl die Interaktion zwischen Schule und Familie, als auch den Einfluss innerfamilialer Psycho- und Interaktionsdynamiken auf die Kinder und Jugendlichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung des soziookonomischen Ansatzes von Bildungsprozessen im Zuge familialer Marginalisierung vieler Schulverweigererbiographien. Da bundesweite Versaumnisstatistiken fehlen, wu