ISBN-13: 9783638713863 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 108 str.
ISBN-13: 9783638713863 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 108 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,0, Universitat Luneburg (Angewandte Kulturwissenschaften - Fachbereich Sprache und Kommunikation), 76 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Systemaufstellungen gewinnen nicht nur im deutschsprachigen Raum an immer groerer Beliebtheit. Diese Arbeit beschaftigt sich mit dem Menschenbild in Systemischen Aufstellungen und begibt sich auf die Suche nach einem Subjektverstandnis, das auch fur die Aufstellungsarbeit weiterfuhrend sein konnte. Angeregt wurde diese Beschaftigung durch Texte von Sparrer und Essen. In ihren Schriften hinterfragen die beiden AufstellerInnen das traditionelle Bild von Subjekt und Authentizitat und rufen implizit zur Suche nach einem neuen Subjektverstandnis auf. Dieser Suche wird in der vorliegenden Magisterarbeit mit der Philosophie Gilles Deleuzes begegnet. Deleuze kann in seinen fruhen Werken "Woran erkennt man den Strukturalismus?" und "Logik des Sinns" als Strukturalist gelten. Strukturalistische Autoren haben sich - inspiriert durch die Linguistik Saussures - sehr ausfuhrlich mit der Rolle des Subjekts auseinandergesetzt. Mit dem Konzept des Schauspielers ist in Deleuzes Philosophie ein besonderes Verhaltnis zum dargestellten Ereignis verbunden. Deleuze versteht den Schauspieler nach stoischem Verstandnis als jemanden, der zwischen eigener Person und Rolle zu unterscheiden gelernt hat und seine Rolle qua Profession auf Distanz halt. Der Stellvertreter in einer Aufstellung - der aufgrund der reprasentierenden Wahrnehmung Ereignissen nachspurt, die er personlich nicht erlebt hat - soll mit diesem deleuzianischen Schauspieler verglichen werden. Das Subjektverstandnis, das Deleuze in seinen fruhen Schriften zugrunde legt, nimmt Abstand von einem Subjekt, welches von "Einheitsstiftern" gepragt ist. Deleuze pladiert fur ein mannigfaltiges Denken, das sich von einem dialektischen Widerspruchsdenken befreit und stattde