ISBN-13: 9783638825696 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,0, Ruhr-Universitat Bochum, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Von Gustave Flaubert ist der Ausspruch uberliefert, er wolle am liebsten einmal ein Buch uber nichts" schreiben. Das nichts," das dem Schriftsteller dabei vorschwebte, war in Wirklichkeit freilich kein Nichts," sondern etwas" - etwas Bedeutungsloses, etwas, das wegen seiner Alltaglichkeit bis dahin ublicherweise ausserhalb des literarischen Interesses lag. In diesem Sinne wird das Wort nichts" im Alltag standig verwendet: Es bezeichnet nicht die vollstandige Abwesenheit von Seiendem uberhaupt, sondern lediglich von irgendwie bedeutsamem" Seienden. Was dabei als bedeutsam" gilt, liegt im Ermessen des Sprechers: Entscheidend fur seine Verwendung des Wortes nichts" ist allein sein Bezug zu dem Seienden, das ihn umgibt. Was im Alltag keine Probleme bereitet, stellte fur die Philosophen lange Zeit ein Skandalon dar. Der Grund dafur liegt auf der Hand: Da sie im allgemeinen lieber vom Sein selbst als von ihrem Bezug dazu reden, musste ihnen das Wort nichts" als Verneinung jeglichen Seins von jeher suspekt sein. Bestenfalls diente es ihnen (wie z.B. Augustinus) als Grenzbegriff, der den Bereich des uberhaupt denkbaren markierte. Im 20. Jahrhundert war es dann zunachst Martin Heidegger, der dem Nichts zu philosophischer Dignitat verhalf. Hatte er schon in seinem Jahrhundertwerk Sein und Zeit (1926) dem Tod ein ganzes Kapitel gewidmet, erklarte er in seiner Freiburger Antrittsvorlesung (1929) die Frage Warum ist uberhaupt Seiendes und nicht vielmehr nichts?" zur Grundfrage der Metaphysik" uberhaupt. Ja, Dasein heisse geradezu Hineingehaltenheit in das Nichts." Unter dem Schlagwort Zu den Sachen selbst " begibt sich der Husserl-Schuler in seinem Hauptwerk Sein und Zeit auf die Suche nach der Wahrheit, unter der er ein reines Sehenlassen" der einfachsten Se"