ISBN-13: 9783656102625 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 76 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,0, Universitat zu Koln (Musikwissenschaftliches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Groteil musikwissenschaftlicher Forschung geht davon aus, dass Rhythmus, neben Tonhohe und Lautstarke (bzw. deren Dynamik), ein zentrales Element von Musik ist. Musikhoren und Musizieren wirkt ohne jegliche Art von Rhythmus nahezu unmoglich. Dabei scheint Rhythmus nicht nur fur die Mehrheit von musikalischem Material grundlegend zu sein, seine Wahrnehmung wird auch als eine allgemeine Fahigkeit der meisten Menschen angenommen. Fast jeder erkennt zum Beispiel implizit, ob ein Musikstuck rhythmisch ist oder nicht. Bis heute gibt es eine Vielzahl von Modellen, Definitionen und Methoden, um der Wahrnehmung, den Umstanden und der Art des Auftretens von Rhythmus auf den Grund zu gehen. Die zugrundeliegenden Fragestellungen sind anthropologischer, evolutionarer oder entwicklungspsychologischer Natur und untersuchen, ob Rhythmusempfinden und -produzieren eine Fahigkeit ausschlielich der menschlichen Spezies ist, inwieweit diese Fahigkeit in den Individuen einer Spezies genetisch veranlagt ist oder wie ein Kind rhythmische Fahigkeiten erlernen kann. Die vorliegende Arbeit soll Antwortmoglichkeiten zu diesen drei Bereichen geben, indem sie Gewicht auf den Aspekt der Angeborenheit legt. Es ist notwendig, dass der Begriff Angeborenheit im Folgenden - da er aus dem englischen innateness ubernommen wurde - nicht die Geburt als Beginn der Entwicklung markiert, sondern im Genotyp vorhanden bedeutet und damit das pranatale Stadium eines Individuums mit einschliet. Gegenstand der Analyse ist also ein in diesem Sinne angeborenes Rhythmusvermogen, dessen Ontogenese genauer betrachtet werden soll. Die Untersuchung legt ihren Fokus auf Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie, die somit in diesem bestimmten Kontext auf die anderen Gebiete ausgeweitet bzw. durch diesen weiter interpretiert werden konnen. Eine Moglich